Samstag, 15. Oktober 2016

Hotel "Schloss Sonnenburg" ist historischer Gastbetrieb des Jahres

Das Hotel in St. Lorenzen, das in fast 1000 Jahre alten Gemäuern untergebracht ist, sicherte sich den diesjährigen Preis mit Urkunde und Plakette. Mit der “Besonderen Auszeichnung“ des Wettbewerbes wurde in diesem Jahr der Gasthof Krone in Aldein prämiert.

Weithin sichtbar: das Hotel "Schloss Sonnenburg" bei St. Lorenzen. - Foto: G.News
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Weithin sichtbar: das Hotel "Schloss Sonnenburg" bei St. Lorenzen. - Foto: G.News

„Seit 11 Jahren vergeben die Stiftung Südtiroler Sparkasse, das Amt für Bau- und Kunstdenkmäler und der Hoteliers- und Gastwirteverband die Auszeichnung ‚Der historische Gastbetrieb des Jahres in Südtirol‘. Alle bisherigen Preisträger und besonderen Auszeichnungen sind ein leuchtendes Beispiel für eine einzigartige Kultur der Geschichte der Gastlichkeit. Die Gastbetriebe sind unverwechselbar, exzellent und authentisch, in ihrer Architektur und in ihrer zeitgemäß interpretierten Kultur der Gastlichkeit.“ Mit diesen Worten eröffnete der Ex-Präsident der Stiftung Sparkasse, Karl Franz Pichler, in Vertretung von Stiftungspräsident Konrad Bergmeister die diesjährige Prämierungsfeier in St. Lorenzen.

Jurymitglieder und ehemalige Gewinner sowie Vertreter aus den Bereichen Tourismus, Architektur- und Denkmalpflege, des Gastgewerbes und der Medien kamen, um den diesjährigen Preisträgern, der Familie Knötig, für ihren Einsatz und ihre Verdienste zu danken und zu gratulieren.

Der Sieger der heurigen Ausgabe, das Hotel "Schloss Sonnenburg" ist über viele Jahrzehnte mit enormer Energie, großen Investitionen, Kreativität und Traditionssinn zu einem einzigartigen Haus geworden.

Karl Knötig hatte das ehemalige Benediktinerinnenstift, das 1785 durch Kaiser Joseph II. säkularisiert worden und in der Folge zur Ruine verkommen ist, 1965 erworben und in Folge mit hoher Sensibilität, aber auch mit unternehmerischem Geschick deren Fortbestand im 21. Jahrhundert und in einer globalisierten Welt gesichert.

Aus den Ruinen ist dank der Familie Knötig ein einzigartiges Ensemble geworden, zu dessen Alleinstellungsmerkmalen die grandiosen Ausblicke, Ruhe, Stil und Gastfreundlichkeit, aber auch Geschichte, Archäologie und Zauber gehören.

In der Laudatio auf das Hotel "Schloss Sonnenburg" meinte die Direktorin des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler Waltraud Kofler Engl: „Die Sonnenburg ist architektonisch ein Zeugnis der Geschichte und in der Hotelnutzung eine Verbindung von Historischem und Zeitgenössischem. Dem Gast werden über das Vier-Sterne-Angebot hinaus kultureller und architektonischer Genuss und über 1000 Jahre Geschichte geboten.“

Auszeichnung auch für Gasthof "Krone" in Aldein

Ausgezeichnet wurde auch die Familie Franzelin, Eigentümerin des Gasthofes "Krone" in Aldein, die in diesem Jahr die „Besondere Auszeichnung“ erhielt. 

Georg Franzelin (rechts) wurde von Karl "Schaly" Pichler prämiert. - Foto: "D"

Laut der Laudatio des ehemaligen Landeskonservators Helmut Stampfer wird der Bau der heutigen „Krone“ im Jahr 1330 erstmals erwähnt. Inwieweit in den Mauern noch Reste des damaligen Baues stecken ist unklar. Seit sich aber der Wirt Alexius Pitschl 1656 am Bogen der Haustür verewigt hat, sind 360 Jahre an kontinuierlicher Gastlichkeit in diesem Haus vergangen. Diese Tradition wird in vorbildlicher Weise seit 1720 von der Familie Franzelin fortgeführt.

Die schöne Lage, die gute Nutzung, die Kontinuität in der Führung des jahrhundertealten Gasthauses, das historische Mobiliar und die teilweise originale Gebäudeausstattung, der schöne und dem Bestand gekonnt durch Bozner Architekten Arno Hofer 1971 angepasste neue Speisesaal und die schönen Zimmer waren für die Jury genügend Argumente, um den Gasthof "Krone" in den Reigen der prämierten Hotels aufzunehmen.

stol