„Nach reiflicher Überlegung und Abwägung verschiedenster Möglichkeiten sind wir uns darin einig, dass wir uns weiterhin für ein Musikgymnasium am Humanistischen Gymnasium in Bozen und für die Errichtung musikalischer Schwerpunkte an den Pädagogischen Gymnasien in Meran, Brixen, Bruneck engagieren werden“, heißt es in der Resolution.Man sei zutiefst überzeugt, dass Südtirol ein Musikgymnasium brauche und dass den Schülern, die eine vertiefte musikalische Ausbildung haben möchten, diese gewährleistet werden solle, zumal das Bozner Konservatorium zur Hochschule werde. „Es ist uns ganz unbegreiflich, wie Walter Stifter, Präsident des Instituts für Musikerziehung, diese Möglichkeit aus seiner Position und seinen Interessen heraus so kategorisch ablehnen kann. Es ist uns auch unbegreiflich, wie das Institut für Musikerziehung - urplötzlich als außerschulische Institution in Südtirol - so vehement in schulische Belange eingreift. Und es ist uns genauso unbegreiflich, warum Schulamtsleiter Peter Höllrigl ‚seine‘ Schulen nicht besser schützt. Wer vertritt uns dann eigentlich?“, heißt es weiter. Noch unverständlicher sei die Haltung von Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, die in der Diskussion zwischen dem Institut für Musikerziehung und den Schulen plötzlich Landes- von Staatslehrer im Bereich Musik trenne. Die einen seien zu fördern, die anderen nicht. „Hat sie als Landesrätin nicht beide Kategorien zu ‚verwalten‘? Das sind – gegen alle Schönrednerei – unsere Eindrücke aus den bisherigen Gesprächen. Genau so vehement setzen wir uns auch für die Beibehaltung der Klassischen Fachrichtung am Humanistischen Gymnasium in Bozen ein. Tagtäglich erreichen uns Briefe und Mails auch aus dem deutschsprachigen Ausland, in denen die organisatorischen Entscheidungen, die mit dieser 'angeblichen' Schulreform verbunden sind, nur mehr mit Kopfschütteln und Entsetzen kommentiert werden", heißt es in der Resolution des Humanistischen Gymnasiums Bozen.Es könne nicht sein, dass die Klassische Fachrichtung plötzlich nur mehr auf ein Öffentliches Gymnasium in Meran und zwei private kostenpflichtige Gymnasien beschränkt werde. "Kann sich Südtirol das wirklich leisten? Chancengerechtigkeit und Chancenwahrung sehen für uns anders aus, v. a. da, wo die Aufrechterhaltung dieser Fachrichtung de facto nichts kostet“, heißt es abschließend.