Mittwoch, 12. Dezember 2018

Hunderte Migranten über Brenner geschleust

Nach Ermittlungen der Ordnungshüter von Südtirol und Nordtirol hat die Staatspolizei von Como einen Schlepperring zerschlagen, der hunderte Migranten über den Brenner nach Österreich und Deutschland geschleust haben soll.

Zig Migranten sollen über den Brenner geschleust worden sein.
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Zig Migranten sollen über den Brenner geschleust worden sein. - Foto: © APA

Festgenommen wurden ein Liberianer und ein Marokkaner. Zwei mutmaßliche Schlepper seien noch auf der Flucht. Ermittelt wird außerdem gegen weitere zwei weitere Personen.

Die Schlepperbande soll den Migranten dabei geholfen haben, vor allem in der Nacht Containerplanen aufzuschlitzen und in Containerzüge einzusteigen, die nach Österreich, Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich fuhren. In den ersten vier Monaten 2018 entdeckte die Polizei in Österreich und in Deutschland rund hundert Migranten an Bord der Containerzüge aus Italien.

Zwischen 150 und 300 Euro pro Person soll die Bande für den Transport der Migranten zu den Bahnhöfen von Gallarate bei Mailand, Verona oder Novara, wo Containerzüge in Richtung Mitteleuropa abfuhren, kassiert haben.

Die Ermittlungen liefen seit Dezember 2017. Sie waren aufgrund der Anzeige eines Migranten aus Gambia aufgenommen worden, der berichtet hatte, einem Landsmann in Como 150 Euro für seine Reise nach Deutschland gezahlt zu haben.

apa/stol

stol