Zum Auftakt seines viertägigen Besuchs war Leo am Freitag von Staatspräsident Emmanuel Macron empfangen worden. Dabei würdigte er Frankreich als das Land der Menschenrechte, fand aber auch kritische Worte zu einem neuen Gesetz, das Sterbehilfe erlaubt, und zum Recht auf Abtreibung, das in der französischen Verfassung festgeschrieben ist.<BR /><BR />Strenge Trennung von Kirche und Staat<BR />Für Papst Leo ist dies die erste Frankreich-Reise seit seiner Wahl im vergangenen Jahr. Letzte Station wird am Montag die Stadt Metz unweit der deutsch-französischen Grenze. Dort will der Pontifex aus den USA eine Europa-Rede halten. Einen Termin für eine Deutschland-Reise des Papstes gibt es noch nicht.<BR /><BR />In Frankreich gilt – bis auf einige Regionen im Osten des Landes – seit mehr als einem Jahrhundert eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Beispielsweise muss dort keine Kirchensteuer gezahlt werden. In den staatlichen Schulen gibt es keinen Religionsunterricht. Präsident Macron bleibt den Messen des Papstes auch fern.<BR /><BR />Zwar sind die Katholiken weiterhin die größte religiöse Gruppe in Frankreich, inzwischen bekennen sich aber viele Menschen im Land nicht mehr zu einer Religion. Der Anteil der Muslime in dem 69-Millionen-Einwohner-Land hat in den vergangenen Jahren zugenommen.