Laut dem UN-Nothilfekoordinator OCHA leiden derzeit über 12,5 Millionen Menschen an den Folgen der größten Dürrekatastrophe seit 60 Jahren. Betroffen sind besonders die ostafrikanischen Länder.Die aktuelle Hungerkatastrophe trifft vor allem Kinder: Zwei Millionen brauchen dringend Nahrungshilfe, 500.000 von ihnen sind akut vom Hungertod bedroht.Südtirol auf weltweiten Hunger aufmerksam machenVom 22. bis zum 28. August macht die Caritas mit Plakaten an Bushaltestellen und Infopoints in Bozen, Meran, Brixen und Eppan auf den weltweiten Hunger aufmerksam. Afrika steht dabei im Mittelpunkt.Symbolisch werden heuer Brotsäckchen an die Passanten verteilt. Brot sei weltweit das wichtigste Nahrungsmittel. Fehle dieses, so herrsche Hunger.Laut Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler hat Brot darüber hinaus auch einen symbolischen Wert: „Brot teilen, heißt, sich solidarisch mit den Menschen zu zeigen, ihnen zu helfen und Hoffnung zu schenken.“Schweigkofler erklärte auf einer am heutigen Montag stattgefundenen Pressekonferenz der Caritas: „Die reichen Industrienationen beklagen sich über die Folgen der Weltwirtschaftskrise und der Sparmaßnahmen. Die afrikanische Bevölkerung kämpft ums Überleben.“Aktuelle Projekte der CaritasUm die weltweite Armut zu bekämpfen, unterstützt die Caritas zahlreiche Hilfsprojekte in Afrika.„Wir sind bestrebt, mit kleinen, aber nachhaltigen Projekten eine neue Lebensgrundlage für die hungernden Menschen in Afrika zu schaffen“, so die beiden Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler und Renato Bertuzzo.Mit Hilfe der Unterstützung zahlreicher Südtiroler Spender hat die Caritas in den vergangen Monaten 1.132.315 Euro für 26 Projekte in elf afrikanischen Ländern eingesetzt.Aktuelle Hilfsprojekte sind Ernährungsprogramme, Wasserprojekte, landwirtschaftliche Projekte, Projekte zur Schul- und Berufsbildung sowie auch zur Gesundheitsförderung und Flüchtlingsbetreuung.„Basis für weitere Notlagen schaffen“Der Südtiroler Caritas geht es nicht einzig und allein darum, Nahrung, Wasser und Medikamente bereitzustellen.Laut den Caritas-Direktoren sollen die Hilfsprojekte Teile von längerfristigen Programmen sein, die auf eine selbständige Entwicklung der afrikanischen Bevölkerung abzielen.Caritas ruft zu Spendenkampagnen aufDie Caritas hofft auch heuer wieder auf Solidarität und Unterstützung seitens der Südtiroler.Fast zwei Milliarden Menschen müssten mit 70 Cent am Tag auskommen, weitere drei Milliarden mit knapp mehr als einem Euro, hieß es auf der Pressekonferenz.„Jeder Euro verändert Menschenleben. Wenn jeder Südtiroler ein paar Euro spenden würde, könnte der afrikanischen Bevölkerung nicht nur ein Startkapital gegeben werden, sondern auch die Chance, aus dieser Armutsfalle herauszukommen“, betonte Judith Hafner, Verantwortliche für die Caritas Auslandsarbeit.Unter den Kennwort „Hunger in Afrika“ kann die Südtiroler Bevölkerung die hungernden Menschen in Afrika über die Caritas unterstützen.InfoständeDie Infostände der Caritas sind jeweils ab 10 an folgenden Orten anzutreffen:Am 22. August am Kornplatz in BozenAm 23. August am Kornplatz in MeranAm 24. August in Brixen unter den LaubenAm 25. August in Eppan am Rathausplatzara