Freitag, 29. September 2017

Hurrikan „Maria“: Hilfe für Puerto Rico rollt an

Nach der Kritik wegen unzureichender Unterstützung verstärken die USA ihre Hilfe für das von Hurrikan „Maria“ verwüstete Puerto Rico. 15 Schiffe sollten unter anderem Wasser, Lebensmittel und Medikamente in das östlich der Dominikanischen Republik gelegene US-Außengebiet bringen.

Nach dem verheerenden Durchmarsch von Hurrikan "Maria" wird nun Hilfe für Puerto Rico auf den Weg geschickt.
Nach dem verheerenden Durchmarsch von Hurrikan "Maria" wird nun Hilfe für Puerto Rico auf den Weg geschickt.

Wie die US-Armee mitteilte, hilft die Katastrophenfallbehörde (Fema) zudem bei der Wiederinstandsetzung von Krankenhäusern. Von 69 Spitälern auf der Karibikinsel arbeite eines wieder in vollem Umfang und 55 teilweise. Noch immer ist der Stromausfall auf der 3,4-Millionen-Einwohner-Insel eine der größten Herausforderungen.

US-Präsident Donald Trump, der für nächsten Dienstag einen Besuch in Puerto Rico plant, wählte am Freitag drastische Worte für die Situation. „Alles wurde ausgelöscht“, sagte Trump. Die Häuser seien zerstört, ebenso ganze Fabrikanlagen, das Stromnetz sei zusammengebrochen und die Abwasserleitungen kaputt.

„Wir müssen dort komplett von Null anfangen“, sagte der Präsident in Washington. Er war anfangs kritisiert worden, nicht schnell genug auf die Katastrophensituation zu reagieren.

Trump wiederum forderte Puerto Rico zum Kampf gegen die hohe Verschuldung des US-Territoriums auf. Puerto Rico werde mit der Washingtoner Regierung überlegen müssen, wie die enormen Aufräumarbeiten finanziert und die jetzt schon auf der Insel existierenden hohen Schulden verringert werden könnten, sagte Trump am Freitag auf einer Wirtschaftskonferenz.

Der Wiederaufbau werde historische Ausmaße haben. Die Schäden, inklusive des Ausfalls für Unternehmen und Tourismus, werden auf 30 Milliarden Dollar (etwa 25 Milliarden Euro) geschätzt. Die Inselregierung hat ein Hilfspaket von Washington gefordert.

apa/dpa/reuters

stol