Elke ist ein offener und liebenswürdiger Mensch. Und trifft man die junge Bäuerin, dann spürt man ihre Warmherzigkeit. Sie ist die Bäuerin auf dem Pekulerhof in Lüsen. Aufgewachsen ist sie in Kastelruth auf einem Hof, den heute ihr Bruder bewirtschaftet. Sie hatte eine schöne Kindheit, sie erinnert sich gerne zurück.<BR /><BR />Elke machte die Lehre als Verkäuferin. Mit 17 Jahren lernte sie Reinhold in einem Tanzlokal in Corvara kennen. Es funkte einfach und bald schon waren sie ein Paar. Mit 24 Jahren heiratete sie ihren Reinhold. Das Weggehen von zu Hause war schwer, doch nichtsdestotrotz zog sie auf den Pekulerhof, den Reinhold 1996 übernommen hatte. Reinhold hatte ca. 14 Stück Milchvieh und Jungvieh im Stall. Nebenher übernahm er Waldarbeiten. <h3> Sie waren gerade mal 12 Jahre verheiratet</h3>Ein Jahr nach der Hochzeit, 1999, kam auch schon Anna zur Welt, dann kamen Laura und Maria. Elke lebte sich im Tal ein. Reinhold war sehr aktiv im Dorf, vor allem die Feuerwehr war ihm wichtig. Er genoss die Gemeinschaft und er war immer hilfsbereit. Sie hatten es fein miteinander. 2010 dann, im Alter von 37 Jahren, der Schicksalsschlag. Reinhold wollte um die Mittagszeit nach der Holzarbeit zum Mittagessen heim fahren, doch sein Herz stand plötzlich still. Sie waren gerade mal 12 Jahre verheiratet. Die Kinder waren klein, fünf, acht und zehn Jahre.<BR /><BR /> Es war einfach nur schwierig, sagt Elke. Mit der Familie von Reinhold war es vorher schon nicht einfach, deswegen musste Elke alles alleine voranbringen. Sie ließ sich nicht unterkriegen und suchte für sich die beste Lösung. Wenn zwei Leute auf einen Hof zusammenarbeiten, dann haben sie es fein, gemeinsam geht’s halt einfacher. So allein ist die Arbeit nicht zu stemmen. <h3> Wie es Elke gelang alles unter einen Hut zu bringen</h3>Ihr haben immer viele Leute geholfen, ihre Familie, die Dorfbevölkerung, die Nachbarn zum Glück! Sonst wäre es nicht gegangen. Und trotzdem musste sie eine Entscheidung treffen. „Verpochtn isch holt oen Schritt weg vom Hof. Wenn i jetzt verpocht, dann zoag i meinen Kindern a ganz ondere Richtung. Diese Spuren bleibm.“ Sie wechselte vom Milchvieh auf Jungvieh. So gelang es Elke alles unter einen Hut zu bringen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1144698_image" /></div> <BR />Das Leben auf dem Hof ist schön, ich schätze es schon, sagt Elke heute. Auch finanziell hat die junge Bäuerin alles in den Griff bekommen. Sie nahm halbtags eine Stelle als Verkäuferin an und das tat ihr auch gut. „I hon schun mitn Hergott fescht gehadert, weil er mir in Reinhold gnommen hat, obor i hon gmießt af die Kinder und afn Hof schaugn, i hon kuene ondere Wohl kopp.“ <h3> „Man funktioniert wie a Maschine“</h3>Reinhold und ihre Mama, die leider auch verstarb, sind immer noch da, sie helfen ihr von oben, sie geben ihr Kraft im Alltag. „Man funktioniert wie a Maschine“, erinnert sich Elke zurück. Sie verlor nie den Mut. Für sie war das Wichtigste mit ihren drei Gitschn, die sie über alles liebt, zu reden. Sie ging mit ihnen viel wandern. <BR /><BR />Heute noch ist Elke viel in den Bergen unterwegs: „Je höher, desto besser fühl i mi!“ Elke ist dankbar: „Wir hobm an wunderboren Mensch gehabt, wir hobm ihm viel zu verdonkn. Er wor lustig, so wie die jüngste Tochter, da steckt der Reinhold drinn!“, so Elke. Im Stall stehen heute sieben bis acht Stück Jungvieh, das lässt sich mit ihrer Arbeit gut vereinbaren. <BR /><BR />Der Hof hat viel Waldbesitz, ca. 100 ha. Aber den zu bewirtschaften ist viel harte Arbeit. Maria, die jüngste Tochter, interessiert sich sehr für die Landwirtschaft, und auch ihr Partner. Darüber freut sich Elke sehr. Sie hofft, dass sie den Hof übernehmen wird, und dass das Leben und Wirtschaften auf dem Hof weitergeht.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1144701_image" /></div> <BR />“I wünsch mir, dass des guete Verhältnis, des i mit meinen Kindern hon, so bleibt, und dass der Hof gut weitorgeaht. Denn dann hon i olls richtig gemacht.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1144704_image" /></div>