„Schon beim Schlafengehen, gegen 21 Uhr, hatte ich ein komisches Gefühl“, erinnert sie sich heute. Schwindel, Übelkeit, ein flauer Magen. „Ich dachte, das kommt vom Essen oder weil ich zu wenig getrunken hatte. An mein Herz habe ich überhaupt nicht gedacht.“ Doch die Beschwerden ließen nicht nach. Im Gegenteil: „Der Schwindel wurde immer schlimmer, die Übelkeit unerträglich.“<BR /><BR />An einen Herzinfarkt dachte niemand – denn das typische Engegefühl in der Brust oder Schmerzen im linken Arm fehlten völlig. „Mir war einfach nur schwindelig, und mir war schlecht“, erzählt die heute 82-Jährige.<h3> Alarmierende Blutdruckwerte</h3>Kurz nach Mitternacht entschloss sich J.V. ihren Blutdruck zu messen. Doch schon der Weg vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer wurde zur Qual: „Ich konnte kaum mehr auf den Beinen stehen.“ Ihr Sohn, der zu Besuch war, stützte sie. Das Messgerät zeigte Werte von 230 zu 110 – ein lebensbedrohlicher Befund.<BR /><BR />Die Familie reagierte sofort und verständigte das Weiße Kreuz. Als die Sanitäter eintrafen, war der Blutdruck noch weiter angestiegen. Mit Blaulicht und Sirene wurde Volgger ins Krankenhaus gebracht.<h3> Diagnose erst am nächsten Tag</h3>Dort diagnostizierten die Ärzte zunächst eine akute Blutdruckkrise. Die Symptome passten nicht ins gängige Bild eines Herzinfarkts. Erst am Folgetag, nach einer genaueren Untersuchung im Krankenhaus Bozen, wurde klar: Es war tatsächlich ein Herzinfarkt gewesen.<h3> „Ich habe großes Glück gehabt“</h3>Heute, acht Jahre später, geht es J.V. gut. „Mein Blutdruck ist stabil, ich fühle mich wohl“, sagt sie. Sie weiß, dass sie Glück hatte – denn nicht jeder Herzinfarkt verläuft so glimpflich.<BR /><BR />Mediziner warnen, dass Herzinfarkte gerade bei Frauen häufig ohne die klassischen Beschwerden auftreten <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/herzinfarkt-bei-frauen-symptome-sind-oft-gefaehrlich-uneindeutig" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier lesen Sie mehr dazu).</a><BR /><BR /> Stattdessen machen sich Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Atemnot oder Schmerzen im Oberbauch bemerkbar. Wer solche Anzeichen verspürt, sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifel sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.