s+ hat mit der Ärztin gesprochen, die sich auch enttäuscht von der Gemeinde zeigt.<BR /><BR />Dass diese Zerstörungsaktion gegen sie gerichtet war, vermutet Dr. <b>Corrada Ambrogio</b> zwar nicht, eher vermutet sie, dass sie Besuchern des am Wochenende gefeierten Uttenheimer Kirchtags zuzuschreiben sein könnte, die zu sehr dem Alkohol zugesprochen haben. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="820988_image" /></div> <BR />Es sei aber nicht das erste Mal, dass im Zugangbereich zu ihrem Ambulatorium Unwesen getrieben werde. Mehrfach seien Mitteilungen, die sie für ihre Patienten angebracht habe, von der Wand gerissen worden, so dass sie die Gemeinde Gais ersucht habe, doch bitte eine geschlossene Anschlagtafel anzubringen. 2 Monate habe es gedauert, bis die Gemeinde dieser Bitte endlich nachgekommen sei. <BR /><BR />Auf die Erfüllung einer weiteren Bitte, die sie im Mai vorgebracht hat, warte sie immer noch. Da es ihr wichtig sei, sich Zeit für ihre Patienten zu nehmen, sei sie sehr oft bis 19 Uhr und auch länger im Ambulatorium. „Um mich sicher zu fühlen“, habe sie daher ersucht, man möge doch bitte eine Videokamera im Außenbereich des Ambulatoriums anbringen. „Von der Gemeinde habe ich bei heute keine Antwort erhalten“, kritisiert sie. „Ich fühle mich im Stich gelassen.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="820991_image" /></div> <BR /><BR />Denn enttäuscht von der Gemeinde sei sie auch noch in anderer Hinsicht. Dazu verweist sie auf ein von Bürgermeister Christian Gartner und Referentin Stephanie Auer unterzeichnetes Schreiben vom April dieses Jahres an den Gesundheitsbezirk Bruneck, in dem sie erklären, dass sich mehrere Patienten beschwert hätten, „dass ihnen Frau Dr.in Ambrogio den Gebrauch der deutschen Sprache verweigert, manche Patienten empfinden sie als ‚Deutschenhasserin“‘.<BR /><BR />Dies sei eine Anschuldigung, die jeglicher Grundlage entbehre, sagt Dr. Ambrogio. Sie habe in Wien Deutschkurse besucht und könne sich mit ihren Patienten sehr wohl in deutscher Sprache verständigen; schwierig sei es aber manchmal mit dem Dialekt. Sie als Deutschenhasserin zu bezeichnen, sei eine Beleidigung. Sie liebe dieses Land und dieses Tal, befasse sich mit seiner Kultur und den Traditionen und bemühe sich sehr, sich zu integrieren, allerdings mache man ihr das nicht immer leicht. <BR /><BR />Rückhalt bekommt sie von mehreren ihrer Patienten, die mit Unterschriften für sie Partei ergreifen, darlegen, dass sie eine gute Ärztin ist, eine Ärztin auch, die sich viel Zeit für ihre Patienten nimmt und dass man froh sei, eine solche Ärztin zu haben. <BR /><BR />„Wir haben uns gefreut, als feststand, dass wir mit Dr. Ambrogio eine weitere Basisärztin bekommen“, sagt Bürgermeister Christian Gartner, aber die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach. Was die unguten Vorkommnisse vom Wochenende betrifft, so überlege die Gemeinde, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Was allerdings die gewünschte Installation einer Überwachungskamera betrifft, so sei dies nicht so einfach, denn so müsste u. a. überprüft werden, ob im Bereich einer Arztpraxis, wo Schutz der Privatsphäre geboten ist, das Anbringen einer Überwachungskamera überhaupt rechtlich möglich wäre.