Dienstag, 10. November 2015

"Ich geh mit meiner Laterne": Morgen ist Martinstag

Am Mittwoch, 11. November ist Martinstag. Die Katholische Jungschar Südtirols feiert an diesem Tag den Heiligen Martin als „Kinderheiligen“ und sein christliches Lebenszeugnis als Vorbild, da seine Taten und die entstandenen Legenden bis heute wichtige Werte zum Ausdruck bringen.

Am Mittwoch ist es wieder soweit: Dann werden zahlreiche Schüler mit ihren selbstgebastelten Laternen zum Martins-Umzug aufbrechen. - Archivbild
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Am Mittwoch ist es wieder soweit: Dann werden zahlreiche Schüler mit ihren selbstgebastelten Laternen zum Martins-Umzug aufbrechen. - Archivbild - Foto: © APA/EPA

Jedes Jahr am 11. November ziehen zahlreiche Kinder mit ihren bunt geschmückten Laternen durch Dörfer und Städte und feiern den Heiligen Martin mit Martinsliedern. Die Gestalt des Heiligen Martin von Tours wird bis heute von zahlreichen Legenden umrahmt.

So erzählt die Bekannteste, die sich um das Leben des Christen und Bischofs gebildet hat, dass Martin einst in einer kalten Winternacht mit einem Schwert seinen Mantel in zwei Stücke teilte und eine Hälfte einem frierenden Bettler gab. Mit dieser Geste zeigte Martin, dass man sich für die Bedürfnisse und Nöte anderer einsetzen und Bereitschaft zum Teilen und Helfen zeigen soll.

 „Das Vorbild und das Glaubenszeugnis des Hl. Martin helfen uns zu erkennen, wo Hilfe gebraucht wird und wo Nächstenliebe im Sinne des Glaubens vieles zum Positiven ändern kann“, so Verena Dariz, 2. Vorsitzende der KJS.

Die Katholische Jungschar Südtirols ruft auf, bei Feiern und Laternenumzügen dem Ursprung und der Wurzel der Martinsfeiern Rechnung zu tragen und lädt alle Kinder dazu ein, sich auf die Spuren des Hl. Martins zu begeben und bei den Laternenumzügen in den Pfarrgemeinden mitzuwirken. „Die Lichter, Laternen und Fackeln bei den Martinsumzügen stehen symbolisch für das Licht, das in jedem von uns für andere leuchten kann“, erklärt Dariz.

Besuch des Martinsweges in Glaning/Jenesien

Die Jungschar lädt alle ein, den Martinsweg in Glaning bei Jenesien zu besuchen. Der Martinsweg wurde 2008 von der Katholischen Jungschar Südtirols errichtet und ist der erste kindgerechte und naturnah gestaltete Besinnungsweg.

Die Weggestaltung orientiert sich am Leben des Heiligen Martin. Elf Besinnungspunkte laden zum gemeinsamen Erleben, Beten, Singen, Reden und Essen ein und können jeder Einzelnen dazu verhelfen, ein bisschen mehr „Martin“ zu werden.

Der Martinsweg ist rund drei Kilometer lang und kann das ganze Jahr über besucht werden.

stol

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