Nicht nur die Pfarrkirche von Ridnaun war bis auf den letzten Platz gefüllt – auch vor der Kirche versammelten sich zahlreiche Menschen, die keinen Platz mehr im Inneren fanden. Viele von ihnen kannten Martin als begeisterten Bergsteiger, als verlässlichen Freund und als lebensfrohen Menschen.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/nach-lawinen-drama-in-ridnaun-viertes-lawinenopfer-44-gestorben" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Martin Parigger war am Samstag bei einer Skitour durch ein Lawinenunglück – wie drei weitere Personen – ums Leben gekommen.</a><BR /><BR /> Die Nachricht von seinem Tod hatte im ganzen Land und darüber hinaus große Betroffenheit ausgelöst.<h3> „Zu Gott gibt es viele Wege, einer davon führt über die Berge“</h3>„Seitdem sind wir voller Trauer, aber auch Fassungslosigkeit“, sagte Pfarrer Thomas Stürz, der die Trauerfeier zelebrierte. „Doch trotz aller Tragik dürfen wir die Hoffnung nicht verlieren. Wir müssen daran glauben, Martin nun auf andere Weise begegnen zu können.“<BR /><BR />Aufbruch sei ein Leitspruch von Martin Parigger gewesen. „Er ist immer wieder aufgebrochen: zu Bergtouren, zu Motorradtouren, zu verschiedenen Reisen“, sagte Stürz. Aufbruch habe für ihn bedeutet, der Routine zu entfliehen und Neues zu entdecken. Er habe viel Energie daraus geschöpft. „Nun bricht er auf zu seiner letzten Wanderung. Zu Gott gibt es viele Wege, einer davon führt über die Berge.“<h3> „Wir durften elf gemeinsame, wunderbare Jahre miteinander verbringen“</h3>Die Berge seien ein prägender Teil seines Lebens gewesen – eine Leidenschaft, die er auch mit seiner Partnerin Lisi teilte. Viele der gemeinsamen Erinnerungen, von denen sie im Anschluss sprach, seien eng mit diesen Erlebnissen in der Natur verbunden.<BR /><BR />So richtete sich am Ende der Trauerfeier der Blick besonders auf sie: Lisi, die Martin über viele Jahre begleitet hatte, fand persönliche und bewegende Worte des Abschieds.<BR /><BR />„Wir haben uns beim Almabtrieb in Ridnaun im Jahr 2014 kennengelernt. Es hat dann noch ein Weilchen gedauert, doch danach durften wir elf gemeinsame, wunderbare Jahre miteinander verbringen.“<h3> „Auch in der schweren Zeit meiner Krankheit hast du mich immer unterstützt, immer an mich geglaubt“</h3>„Wir haben unzählige Touren gemeinsam erlebt – mit Freunden, mit Kollegen oder zu zweit. Auch in der schweren Zeit meiner Krankheit hast du mich immer unterstützt, immer an mich geglaubt und mich zu Abenteuern motiviert, die mir andere ausgeredet hätten. Du warst immer für mich da, Martin. Du hast immer gesagt, man soll nichts aufschieben.“<h3> „Martin, ich werde dich nie vergessen“</h3>Nun, so sagte sie, „werde ich unsere gemeinsamen Träume weiterleben – in deinem Sinne, in unserem Sinne“. Es sei ihr größtes Glück gewesen, ihn kennenzulernen: „Martin, ich werde dich nie vergessen.“