Einem Schulkind aus dem Piemont ist es jüngst gelungen, seine Mutter aus einer gewalttätigen Beziehung zu retten: Der Vater des Buben soll der Mutter jahrelang – vor den Augen der Kinder – Gewalt angetan haben. <h3> Bub rettet Mutter aus gewalttätiger Beziehungen</h3>„Ich will Polizist werden, um meinen Papa ins Gefängnis zu bringen, damit er endlich Mama in Ruhe lässt“: Mit diesem Satz brachte der Bub eine Reihe an Ereignissen ins Rollen, die seine Mutter vor der Gewalt in ihren eigenen 4 Wänden retten sollten. Die Lehrerin witterte sofort Verdacht und informierte die zuständige Schulleitung, welche wiederum die Staatsanwaltschaft einschaltete. Die Ermittlungen wurden aufgenommen und die Carabinieri gingen der Sache auf den Grund.<h3> Die Angst sitzt tief</h3>Nachdem die Beamten die Familiensituation unter die Lupe genommen hatten und erste Beweise sammeln konnten, wandten sie sich an das mutmaßliche Opfer der Gewalt: An die 42-jährige Frau und Mutter des Buben. Den Beamten gelang es, das Vertrauen der Mutter zu gewinnen. Doch bald bemerkten sie: Die Angst saß tief. <h3> Mutter bricht das Schweigen nicht komplett</h3>Die Frau erzählte den Beamten von jahrelangen Misshandlungen durch ihren alkoholkranken Partner. Misshandlungen, denen sie vor den Augen ihrer Kinder ausgesetzt war und die sie nie zur Anzeige gebracht hatte – zu groß sei die Angst vor ihrem Partner gewesen. Doch die Beamten witterten, dass die Angst der Frau tiefer ging und dass es da etwas gab, was sie nicht zu sagen wagte.<h3> Waffenfund in der Küche</h3>Im Zuge weiterer Ermittlungen untersuchten die Beamten die Wohnung der Familie, wo sie auf den Grund für das Schweigen der Mutter stießen: In der Küche, oberhalb des Kühlschranks versteckt, fanden die Carabinieri eine Pistole und ein Gewehr – beide Waffen waren geladen und bereit für den Einsatz.<h3> Mann festgenommen – Mutter und Kinder in geschützter Unterkunft</h3>Der Vater des Jungen wurde daraufhin wegen Hehlerei und illegalen Waffenbesitzes festgenommen, außerdem wurde er wegen Misshandlung in der Familie und Körperverletzung angezeigt. Die Mutter und die Kinder wurden in eine geschützte Unterkunft gebracht.