Dienstag, 22. November 2016

„Ich will zuhause bei meiner Mami bleiben“

Kaum ist der Nachwuchs im Haus, müssen die Eltern schon wieder zur Arbeit. Dabei möchten viele Familien ihre Kinder selbst betreuen. Dafür aber reicht das Geld meist nicht. Eine Initiativgruppe fordert nun Nachbesserungen. Am Dienstag haben Mütter und Väter vor dem Landtag protestiert.

Eltern auf Protestkurs: Die Initative "Wertschätzung Elternarbeit" hat am Dienstag zur Demonstration vor dem Landtag gerufen. - Foto: DLife
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Eltern auf Protestkurs: Die Initative "Wertschätzung Elternarbeit" hat am Dienstag zur Demonstration vor dem Landtag gerufen. - Foto: DLife

Die Initiative „Wertschätzung Elternarbeit“ kreidet an, dass zwar in den letzten Jahrzehnten viel in Betreuungseinrichtungen für Kinder investiert worden sei, es allerdings versäumt wurde, die Unterstützung so zu kanalisieren, dass die Familie selbst entscheiden könne, wie und wo die Kinder betreut werden sollten. „Das Land bzw. der Staat trifft diese für das Familienwohl überaus wichtige Entscheidung über die Köpfe der Betroffenen hinweg“, heißt es in einem Schreiben.

Am Dienstag demonstrierten einige Vertreter der Gruppe deshalb vor dem Landtag. Unterstützer, Mütter, Väter waren gekommen, ihre Kinder hatten sie an der Hand oder im Kinderwagen mitgenommen. Sie forderten eine Aussprache mit Landesrätin Waltraud Deeg oder dem Landeshauptmann – selbst Vater von sieben Kindern. Sie hielten Plakate in die Luft. „Ich will zuhause bei meiner Mami bleiben“, stand darauf.

Die Forderungen

Die Initiative fordert „faire Kinderbetreuungsfinanzierung für alle“. Betreuung der Kinder zu Hause und außerfamiliäre Dienste sollten als gleichwertige Angebote angesehen werden und als solche, wie von einem Landesgesetz 2013 vorgeschrieben, vom Land gefördert und unterstützt werden. Den Familien soll dieselbe finanzielle Unterstützung pro Kind zu Teil werden – unabhängig davon, ob das Kind nun in der Familie betreut wird, öffentliche Betreuungseinrichtungen besucht oder ob sich eine Tagesmutter um den Nachwuchs kümmert. Zudem sollten die Erziehungszeiten in der Familie sozial- und pensionsrechtlich abgesichert werden, fordert die Initiative.

stol

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