<h3> Giulias Mutter: „Wo immer du auch bist, alles Gute zum Geburtstag“</h3>„Wo immer du bist, alles Gute zum Geburtstag, meine Liebe“, schrieb Giulias Mutter, Loredana Femiano, auf Instagram. Diese Worte wurden von einem fröhlichen Bild von Giulia begleitet, auf dem sie eine Torte hält. Im Hintergrund hört man Irama mit dem melancholischem Lied „Ovunque sarai“. <BR /><BR /> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=K4cPTgkYG9c" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier das Lied zum Nachhören.</a><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1026285_image" /></div> <BR /><BR />Auch Giulias Bruder Mario gedachte seiner ermordeten Schwester an ihrem Ehrentag, den sie nicht mehr feiern konnte. Auch er postete ein Bild von Giulia, begleitet vom selben Geburtstagswunsch, wie ihn auch die Mutter gewählt hatte.<h3> Giulias Schwester Chiara: „Ich wünschte, ich könnte den bösen Zauber brechen, der dich uns genommen hat“</h3><BR />Sehr emotional ist auch der Post von Giulias Schwester Chiara in einer Instagram-Story: „Alles Gute zum Geburtstag, Giulia. Ich wünschte,dass der Wind heute dein Haar zerzaust und unendliche Verflechtungen schafft, die dich zu uns bringen. Ich wünschte, du könntest über ein Feld aus weißem Sand und Muscheln laufen, während die Sonne deinen wundervollen Schatten formt. Ich wünschte, ich könnte deine warme Hand auf meinen vom Schmerz gebeugten Schultern spüren, und dass du mir ins Ohr flüsterst, dass du deinen Weg gefunden hast. Ich wünschte, ich könnte den bösen Zauber brechen, der dich uns genommen hat, indem ich deine dreißig Kerzen ausblase, als könnte ich so alles Böse vertreiben.“ Abschließend schreibt sie noch: „Ich wünsche uns beiden den Frieden, den nur die Zeit bringen kann, und die Liebe, die weiterhin über die Grenzen der Zeit hinaus lebt.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1026288_image" /></div> <h3> Die Bluttat</h3> Wie berichtet hatte er Giulia mit 37 Stichwunden ermordet. Auch das ungeborene Kind Thiago starb. Nach der Tat hatte Impagnatiello versucht, die Leiche zu verbrennen, um seine Tat zu vertuschen. Der brutale Mord hatte die italienische Öffentlichkeit geschockt und das Thema der Gewalt gegen Frauen wieder einmal ins Rampenlicht gerückt.<BR /><BR />Das Paar lebte zusammen in Senago in der Provinz Mailand. Giulia Tramontano hatte sich vor ihrem Tod noch mit der Engländerin getroffen, mit der der Barkeeper eine Affäre unterhielt. Während des Gesprächs wurde beiden Frauen klar, von ihm hintergangen worden zu sein. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mord-an-giulia-tramontano-schockierende-aussagen-der-2-frau" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier lesen Sie mehr dazu)</a> Als Giulia von Impagnatiello eine Erklärung forderte, tötete er sie.<h3> Wie es im Prozess weitergeht</h3>Im Fall des Femizids an Giulia Tramontano steht Alessandro Impagnatiello wegen vorsätzlichen Mordes mit erschwerenden Umständen durch Vorsatz vor dem Mailänder Schwurgericht.<BR /><BR />Zu Prozessbeginn am 18. Jänner bat der Angeklagte für seine „Unmenschlichkeit“ um Verzeihung. <BR /><BR />„Ich entschuldige mich, aber das wird niemals ausreichen“, sagte der ehemalige Barkeeper im Mailänder Armani-Hotel in einer Erklärung vor Gericht. „Ich wurde von etwas ergriffen, das immer unerklärlich bleiben wird. An diesem Tag habe ich das Kind getötet, das ich bereit war zu empfangen und an diesem Tag bin auch ich gestorben. Ich bin hier und spreche, aber ich bin nicht mehr am Leben. Ich bitte nicht darum, dass diese Entschuldigung angenommen wird, denn ich spüre jeden Tag, was es bedeutet, ein Kind zu verlieren “, schloss er, bevor er in Tränen ausbrach.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1026291_image" /></div> <BR />Beim Prozess ging es auch darum, wie Giulia ermordet wurde. Ein tödlicher Messerstich durchtrennte die Halsschlagader. Es gab keine Anzeichen für eine Verteidigung. Die Stichwunden waren fast alle im Oberkörper, eine Wunde war im Gesicht, eine Lunge wurde durchbohrt.<BR /><BR />Gefunden wurden Kreditkarte, Führerschein und Bankomatkarte des Opfers. Sie wurden in einem Abfluss entdeckt, in den Impagnatiello auch das Handy der Frau geworfen hatte. Den Pass Tramontanos hatte der Täter zuvor verbrannt. Auf der Treppe zur Garage, wo Impagnatiello die Leiche von Giulia Tramontano am Abend des 27. Mai versteckt hatte, entdeckte man Blutspuren. <BR /><BR />Die nächste Verhandlung findet am 23. Mai statt, wenn die letzten Zeugen der Anklage gehört werden. Am 27. Mai, genau ein Jahr nach dem Mord in der gemeinsamen Wohnung des Paares in Senago, wird Impagnatiello selbst im Gerichtssaal befragt. Am 10. Juni sind die Zeugen der Verteidigung an der Reihe.