Montag, 02. September 2019

Ifinger: Deutsche Wanderer verirrt

Zu einem Einsatz wurden die Meraner Bergretter am Sonntagnachmittag gerufen.

Einsatz für die Bergrettung Meran. Foto: BRD Meran
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Einsatz für die Bergrettung Meran. Foto: BRD Meran

Am Sonntagnachmittag waren vier deutschen Bergsteiger aus Bayern von der Ifingerhütte (1815m) aus unterwegs, um über das Ifingerschartl (2177m) nach Meran 2000 zu wandern.

Dazu wählten sie den Weg Nummer 18. Irgendwo vor dem Schartl haben die beiden Männer und die beiden Frauen dann den Weg verloren und sind in Richtung Ifinger Südwestgrad gestiegen. Als sie sich des Fehlers bewusst geworden waren, versuchten sie über eine sehr steile Rinne auf den richtigen Weg abzusteigen. Dabei rutschte ein Bergsteiger aus und verletzte sich leicht. Daraufhin entschloss sich die Gruppe den Notruf abzusetzen.

Unverzüglich wurde die Bergrettung Meran alarmiert, welche mit den Bergsteigern Kontakt aufnahm. Nach Klärung der Details entschloss sich die Bergrettung Meran eine Mannschafft zu Fuß loszuschicken. Diese ging von Meran 2000 aus den Steig N 18 in Richtung Ifingerschartl. Leider erwiesen sich die Ortsangaben der Bergsteiger als ungenau und so musste länger gesucht werden.

Als die Bergretter den mutmaßlichen Ort der 4 Deutschen ausfindig machten konnten, stiegen sie zum Südwestgrad auf und seilten sich zu den vermissten Personen ab und sicherten diese.

Gefährlicher Abstieg

Die leicht verletzte Person wurde erstversorgt. Da sich das Wetter änderte und der Abstieg gefährlich war, wurde der Rettungshubschrauber Pelikan 1 angefordert. Mit diesem wurden in einer vorbildlichen Zusammenarbeit die Wanderer mit der Winde geborgen und zum Zwischenlandeplatz auf Meran 2000 gebracht. Von dort brachte die Bergrettung Meran sie nach Falzeben. Der Einsatz dauerte ungefähr drei und eine halbe Stunde.

Es war bereits das 2. Mal in diesem Sommer, dass die Bergretter ausrücken mussten, da sich Wanderer am Ifingerschartl verstiegen. Nur durch Glück sei es dabei bisher zu keinem ernsteren Unfall gekommen, betonten die Bergretter in einer Presseaussendung. 

stol

stol