Mittwoch, 16. September 2015

Illegale Mountainbike-Wege in Südtirol?

Südtirol erfreut sich bei Radfahrern immer größerer Beliebtheit. Insbesondere Mountainbiker nutzen vermehrt die vielen Möglichkeiten. Dabei kommt es nicht selten zu Reibereien. In einigen Fällen fehle für die Wegenutzung das Einverständnis der Grundeigentümer,

In Südtirol kommen Mountainbiker voll auf ihre Kosten. - Archivbild
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In Südtirol kommen Mountainbiker voll auf ihre Kosten. - Archivbild

In Südtirol sind zahlreiche Wander-, Forst- und Almwege als Rad- und Mountainbikerouten ausgewiesen. Als solche werden sie auch in den verschiedenen Werbeangeboten der Touristiker angegeben.

"In einigen Fällen fehlt aber das für eine derartige Benützung notwendige Einverständnis der Grundeigentümer", betont der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner in einer Landtagsanfrage und informierte sich über die diesbezügliche Rechtslage. 

Aus der Antwort des Landesrats Arnold Schuler geht hervor, dass die Errichtung, der Betrieb, die Instandhaltung und die Benutzung der übergemeindlichen Radwege und Radrouten mit Dekret des Landeshauptmanns 50/2007 geregelt sei.

Die übergemeindlichen Radwege und Radrouten seien im Wege-System des Landes eingetragen und über das Verkehrsportal (http://wege.provinz.bz.it/portal) für die Öffentlichkeit zugänglich. Derzeit seien ca. 75 Radwege-Abschnitte eingetragen, welche zweisprachig geführt werden.

Zusammenarbeit zwischen Tourismusverbänden und Grundeigentümern anstreben

„Die Bezirksgemeinschaften bzw. die Gemeinde Bozen als Betreiber der übergemeindlichen Radwege und Radrouten haben eigene Haftpflichtversicherungen abgeschlossen. Der Landesverband der Tourismusorganisationen (LTS) hat eine Haftpflichtversicherung über 3 Millionen Euro und eine Rechtsschutzversicherung in Höhe von 200.000 Euro pro Schadensfall für alle privaten und öffentlichen Wege in Südtirol (Rad-, Forst-, Wander- Almwege) abgeschlossen, welche sämtliche Freizeitaktivitäten mit einschließt“, so Schuler in seiner Antwort. 

Mit dieser Versicherung würden Grundeigentümer, Besitzer, Pächter, Firmen/Körperschaften, Gemeinden vor eventuellen Regressforderungen geschützt werden.

Für die Ausweisung von Radrouten, insbesondere von Mountainbikerouten, werde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Tourismusverbänden und Grundeigentümern auf jeden Fall angestrebt, gibt Landesrat Schuler abschließend bekannt.

stol

stol