Im Schnitt sind dann insgesamt 118 Euro zu zahlen – 104 Euro beträgt die Strafe plus 14 Euro Postspesen. Wermutstropfen: Auf 30 Strafen kommen zwischen 50 bis 60 illegale Müllentsorger, die unerkannt bleiben.<BR /><BR />Sind es vor allem Müllsünder, die mit dem Auto kommen und über die Kenntafel identifiziert werden können? „Nein, es kommt immer wieder vor, dass Leute zu Fuß kommen, den Bio-Müll einfach stehen lassen und ihren Restmüll mittels Karte in den Presscontainer werfen. Aber Bio-Müll außerhalb der Abgabezeiten einfach zurückzulassen, ist strafbar“, sagt Stadträtin Costanzo. <BR /><BR />Diese seien leicht zu identifizieren. Sobald Bürger eine Strafe zugestellt bekommen, kommen auch Schreiben an die Gemeinde, die Strafen wieder zurückzunehmen. „Aber das geht nicht, denn wir haben die Videoaufnahmen, die alles klar und deutlich belegen“, so Costanzo.<BR /><BR />Dennoch kommen auf rund 30 überführte Müllsünder zwischen 50 und 60, die unidentifiziert entkommen. Zu 99 Prozent, so sagen die Verantwortlichen, zahlen ertappte Müllsünder 104 Euro an Strafe plus 14 Euro Postspesen, macht in Summe happige 118 Euro. <h3> Karton-Presscontainer hat sich bewährt, fünf neue</h3>Wie bereits mehrfach berichtet, wurden mit vergangenem 1. Oktober Videokameras neuester Generation an zehn Stellen der Stadt – vor allem bei Wertstoffinseln – positioniert. Kostenpunkt: 30.000 Euro Jahresmiete. Detail am Rande: Die illegale Müllablagerung bzw. deren Beseitigung kosten den Meraner Steuerzahler 400.000 Euro pro Jahr.<BR /><BR /> „Wir stellen an gewissen Orten eine deutliche Verbesserung der Situation fest. Und wir werden nun überlegen, einige Kameras umzupositionieren auch an anderen Orten aufzustellen, an sogenannten Hotspots“, kündigt Costanzo an. Ein derartiger Hotspot befinde sich auch in der Texelstraße, so die Stadträtin.<BR /><BR />Bewährt habe sich auch der Karton-Presscontainer in der Karl-Wolf-Straße. „Bis Mitte Februar wollen wir weitere fünf solcher Karton-Pressen aufstellen“, so Costanzo – unter anderem eine am Sandplatz, eine in Sinich, eine im Wolkensteinviertel und eine aller Voraussicht nach im St.-Vigil-Viertel.