In Südtirol sind in den vergangenen Monaten wiederholt Wildtiere aufgefunden worden, die durch Giftköder zu Tode gekommen sind. So wurde im September des Vorjahres eine tote Wölfin in Radein entdeckt. Bei ihr gab es zwar Hinweise auf eine Vergiftung, die Labortests ergaben allerdings kein klares Ergebnis. In Kastelruth wurden in diesem Sommer gleich zwei Raubtiere tot aufgefunden. Nach der Untersuchung am Institut für Tierseuchenbekämpfung in Padua stand fest: Der Wolf und der Goldschakal waren vergiftet worden. <h3> Es drohen Strafen bis zu 10.000 Euro </h3>Wer die Giftköder ausgelegt hatte, steht bis jetzt noch nicht fest. Sollten die Täter ausgeforscht werden, droht ihnen jetzt eine saftige Strafe. Wie berichtet, hat das Gesundheitsministerium beschlossen, dass für das Auslegen von Giftködern Strafen von bis zu 10.000 Euro verhängt werden können.<BR /><BR />Giftköder stellen aber längst nicht nur für Wildtiere, sondern auch für Haustiere eine Gefahr dar. „Betroffen sind vor allem Hunde, aber auch Katzen“, wie Dr. Christian Piffer vom Tierärztlichen Dienst des Sanitätsbetriebes erklärt. „Aber auch Marder oder Wildkaninchen können Opfer eines Giftköders werden.“<h3> Auch im Haushalt lauern Gefahren</h3>Um Tiere vor den potenziell tödlichen Ködern zu schützen, empfiehlt er: „Man sollte seinen Hund so erziehen, dass er im Gebüsch nicht alles ins Maul nimmt.“ Zudem sei zu beachten, dass längst nicht alle Vergiftungen auf ausgelegte Köder zurückzuführen sind. „Auch im Haushalt gilt es aufzupassen, dass Tiere nicht in Berührung mit Medikamenten oder Reinigungsmitteln kommen“, warnt Piffer. <BR /><BR />Wurde trotz aller Vorsicht ein Giftköder oder ein anderes giftiges Produkt gefressen, ist schnelles Handeln gefragt. Das Tier sollte umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Je nach Giftstoff kann es zu Erbrechen, schweren Organschäden oder sogar zum Tod führen.