Freitag, 17. April 2015

Im großen Stil Gemeindetreibstoff abgezapft - Anzeige

Sie kamen mit 20-Liter-Kanistern und zapften die Tankstelle der Gemeindefahrzeuge an. Da sich die Kosten für den Treibstoff in der Gemeinde St. Christina in Göden verdreifacht hatten, fiel der Schwindel schließlich auf.

Die Gemeindeangestellten hatten es auf den "Gratis"-Treibstoff abgesehen. Foto: Carabinieri
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Die Gemeindeangestellten hatten es auf den "Gratis"-Treibstoff abgesehen. Foto: Carabinieri

Alles begann im Sommer 2014, als der Bürgermeister feststellte, dass die Ausgaben für den Treibstoff der Gemeindefahrzeuge unerklärbar schnell anstiegen. Er wandte sich in der Folge an die Carabinieri von St. Ulrich. 

Mittels Überwachung - auch per Videoinstallation - konnten die Ordnungshüter den Verdacht des Bürgermeisters schließlich bestätigen. 

Strenge Regelung nicht befolgt

Zwei Gemeindeangestellte kamen - oft auch nachts - mit Fahrzeugen und 20-Liter-Kanistern zur Zapfsäule. Sie legten die an sich eingeschränkte und strenge Regelung zur Verwendung des Gemeindediesels großzügig zu ihren Gunsten aus und nutzten den Treibstoff für private Zwecke und Fahrzeuge. 

Um nicht aufzufallen, tankten sie die Gemeindefahrzeuge mit einer geringeren Menge, als sie in die Tankregister eintrugen. Somit schien der Diebstahl nicht auf und die Zahlen stimmten.

80 Liter in 10 Tagen abgezapft

Dennoch: Von 2012 an hatten sich die Ausgaben für den Treibstoff der Gemeinde verdreifacht. Die Carabinieri stellten fest, dass die Angestellten binnen zehn Tagen oft auch 80 Liter angezapft hatten. 

Durch die Ermittlungen der Carabinieri kam zudem heraus, dass sich die zwei Angestellten der Gemeindefahrzeuge auch zu privaten Zwecken bedienten. Sie wurden angezeigt. 

stol/ker

stol