Achammer schickt voraus, dass sein Vermerk an die Landesregierung „nichts mit den Öffnungszeiten zu tun hat, denn diese wollen wir ausbauen“. Gerade deshalb seien die starren Arbeitszeiten im Kindergarten von den Öffnungszeiten loszulösen. Ziel seien individuelle Arbeitsverträge, die von den 50-, 60-, 70- oder 100-Prozent-Modellen abweichen können. Die Wochenarbeitszeit soll unterschiedlich auf Wochentage verteilt werden können. „Für bewährte Mitarbeiterinnen kann es interessant sein, mehr am Nachmittag mit kleinen Gruppen zu arbeiten. Wir wollen Personal so lange wie möglich halten“, betont der Landesrat.<BR /><BR />So weit, so gut. Allerdings enthält Achammers Vorstoß auch, dass die Mitarbeiterinnen im Kindergarten nur mehr 31 statt 33 Stunden direkt mit den Kindern arbeiten soll.en. Bei gleicher Ausbildung betrage die direkte Arbeitszeit mit Kindern in der Grundschule mit 22 Stunden elf Stunden weniger. „Eine komplette Anpassung an die Grundschule ist unmöglich, sehr wohl aber eine Entlastung“, meint Achammer. Andere Tätigkeiten im Kindergarten (Eltern- und Entwicklungsgespräche, Gespräche mit anderen Diensten) hätten stark zugenommen. <BR /><BR />Allerdings dürfte die Maßnahme zwangsläufig mehr Personal erfordern. „Jein“, meint er. Man könne Zeitfenster anders besetzen. Im italienischen Kindergarten seien die Ein- und Austrittszeiten nicht doppelt besetzt. „Es darf aber weder zu Lasten der Öffnungszeiten noch der Qualität gehen.“