Montag, 21. September 2015

Im Notfall 112: Neues Jahr, neue Notrufnummer?

Neues Jahr, neue Notrufnummer. Ab 1. Januar 2016 soll auch in Südtirol die einheitliche Notrufnummer 112 gelten – endlich.

Derzeit ist die Landesnotrufzentrale unter der Nummer 118 zu erreichen. Mit Jahreswechsel soll die 112 als einheitliche Notrufnummer gelten.
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Derzeit ist die Landesnotrufzentrale unter der Nummer 118 zu erreichen. Mit Jahreswechsel soll die 112 als einheitliche Notrufnummer gelten.

Wer sich hierzulande in einer Notsituation befindet, der muss beim Wählen der Notrufnummer schon etwas genauer nachdenken: Wählt er die 112, gelangt er zu den Carabinieri, 113 und er erreicht die Polizei, 115 und 118 führen wiederum zur Landesnotrufzentrale.

118 ist die Nummer für den Notruf in Südtirol, so wie in ganz Italien. Die Landesnotrufzentrale schickt dann, je nach Erfordernis, die nötigen Rettungsmannschaften zum Einsatz.

Dumm nur, dass europaweit die 112 als einheitliche Notrufnummer gilt. Wählt man in Südtirol die 112, antworten die Carabinieri. Der in Not-Geratene hat somit nicht zwangsläufig den richtigen Gesprächspartner an der Strippe.

Bisher kein Start-Datum

Die Politik weiß seit Jahren um das Problem und ist bestrebt dieses zu lösen.

Anfang des Jahres wurden der zuständige Landesrat Arnold Schuler und sein Trentiner Amtskollege Tiziano Mellarini im Innenministerium in Rom vorstellig. Fazit des „konstruktiven Gesprächs“: Noch innerhalb dieses Jahres solle die Testphase für die einheitliche Nummer 112 anlaufen. Auch im Mai betonte Landesrat Schuler, dass man an der 112 als einheitliche Notrufnummer festhalte.

Bloß: Ein zeitlicher Rahmen für die Umsetzung der 112 fehlte bisher.

Start mit neuem Jahr?

Dieser soll nun feststehen: Wie die Trentiner Tageszeitung „L’Adige“ am Montag online berichtet, werde die Region Trentino-Südtirol mit 1. Januar 2016 die einheitliche Notrufnummer 112 einführen.

„Die Trentiner Landesregierung hat diese Maßnahme beschlossen – in Absprache mit Südtirol“, wird Landesrat Tiziano Mellarini zitiert. In einer ersten Phase würden alle Notrufe bei der 112 zusammenfließen und dann wiederum an die entsprechenden Zentralen weitergeleitet.

Trentino-Südtirol wäre damit die zweite Region Italiens, die mit der einheitlichen Notrufnummer startet. Schneller war nur die Lombardei.

stol

stol