Pengs Schwester Qimei Huang war vor drei Tagen aus China nach Brixen gereist, um ihn nach Hause zu holen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306869_image" /></div> <BR /><BR />Das Bestattungsunternehmen Villscheider hatte den Leichnam des jungen Mannes seit seinem Auffinden aufbewahrt. Die Schwester hatte bis zuletzt auf ein Wiedersehen gehofft. In Begleitung eines chinesischen Studienkollegen und Mitarbeiterinnen der Uni Viterbo, wo Peng zuletzt studiert hat, nahm sie Abschied. Anschließend wurde der Leichnam in Innsbruck eingeäschert. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306872_image" /></div> <BR /><BR />Gestern trat die Schwester mit der Asche ihres Bruders die Rückreise an. Zuvor hatte sie noch bei den Carabinieri in Villnöß die persönlichen Gegenstände von Peng abgeholt, die er in seiner Urlaubsunterkunft zurückgelassen hatte. Ding Xiaohe, der in Brixen eine Bar betreibt, hatte unter seinen Landsleuten in Südtirol Spenden gesammelt, um die Rückführung zu ermöglichen.<h3> Furchtbares Schicksal</h3>Der junge Chinese Huang Peng, Austauschstudent an der Universität Tuscia in Viterbo, war ein leidenschaftlicher Bergsteiger. Am 19. Jänner reiste er nach Südtirol, genauer gesagt nach St. Ulrich, um einige Tage in den Dolomiten zu verbringen und dort zu wandern. Am Morgen des 20. Jänner frühstückte er noch in seinem Hotel, zog sich für eine Bergtour an und verließ anschließend seine Unterkunft – danach wurde er nie wieder gesehen.<BR /><BR />Als Peng nicht ins Hotel zurückkehrte, schlug der Betreiber Alarm, und die Polizei leitete eine Vermisstenanzeige ein. Wie STOL berichtete, liefen die Suchmaßnahmen daraufhin auf Hochtouren: Zunächst konzentrierten sie sich auf das Grödnertal, später vor allem auf das Gebiet rund um die Villnösser Geisler. Doch vom jungen Mann fehlte jede Spur – bis zum 30. März.<BR /><BR />An diesem Tag wurde sein Leichnam in der Mittagsscharte im Villnösser Tal entdeckt, zusammengekauert im Schnee. Es wird angenommen, dass Peng vom Weg abgekommen war und sich, um sich vor der Kälte zu schützen, auf den Boden kauerte. In der Folge dürfte er erfroren sein. Eine Lawine trug den Körper schließlich bis auf etwa 1.300 Meter Meereshöhe talwärts.