Freitag, 30. August 2019

Im Zug nach Toblach: Arzt rettet Frau das Leben

Ein römischer Arzt, der in Lienz in einen Zug nach Toblach eingestiegen war, hat einer Frau, die einen Herzstillstand erlitten hatte, im Pustertal das Leben gerettet. 40 Minuten lang soll der 33-jährige Chirurg eine Herzdruckmassage versucht haben, bevor er die 40-jährige Mutter, die mit ihrer Familie unterwegs war, wiederbeleben konnte.

Der Arzt konnte die Frau wiederbeleben.
Der Arzt konnte die Frau wiederbeleben. - Foto: © shutterstock

Dies berichtete die Tageszeitung Alto Adige unter Berufung auf den Corriera della Sera. Ein ÖBB-Sprecher bestätigte der APA einen derartigen Vorfall mit Wiederbelebung und anschließendem Hubschraubereinsatz. Nähere Details wisse man aber nicht.

Die Fahrgäste sollen laut dem Bericht jedenfalls angespannte Momente im Zug erlebt haben, als der Ehemann der aus der Toskana stammenden Urlauberin verzweifelt nach einem Arzt rief. Der junge Chirurg, Carlo Santucci, meldete sich und konnte mit der Herzdruckmassage vor Augen Dutzender erschrockener Passagiere die Frau wiederbeleben, bis ein Hubschrauber der Tiroler Rettung eintraf.

Applaus für den Retter

Als die Frau wieder atmete, soll der Arzt Applaus erhalten haben, die Familie der Toskanerin hatte Tränen in den Augen.

Das medizinische Personal an Bord des Hubschraubers machte dem Arzt Komplimente für seinen Einsatz. „Ohne diesen Arzt wäre die Frau nicht mehr am Leben gewesen”, berichteten Zeugen. „Ich bin ein Sportler und das hat mir geholfen, trotz der Anstrengung über längere Zeit die Herzdruckmassage fortzusetzen”, berichtete der Arzt der Tageszeitung. Die Frau wurde in ein Krankenhaus in Osttirol eingeliefert.

Santucci hatte bereits vor 2 Jahren einem Buben das Leben gerettet, der sich in einem Restaurant verschluckt und zu ersticken drohte. Mit dem Heimlich-Manöver konnte der Arzt dem Kind die verstopfte Luftröhre befreien.

apa/stol

stol