Mittwoch, 27. Juli 2016

Imam aus Italien ausgewiesen

Wegen islamistischer Propaganda und Misshandlung seiner Kinder ist ein marokkanischer Imam, Mohammed Madad, aus Italien ausgewiesen worden. Er darf 15 Jahre lang nicht mehr nach Italien einreisen.

Für mehrere Islamisten klickten die Handschellen. (Archivbild)
Für mehrere Islamisten klickten die Handschellen. (Archivbild) - Foto: © LaPresse

Der im Raum der norditalienischen Stadt Vicenza lebende Imam war zuletzt wegen seiner radikalen Propaganda immer häufiger negativ aufgefallen. Seine jüngste Tochter hatte er „Jihad“ genannt. Seine Kinder schlug er brutal, um aus ihnen „gute Muslime“ zu machen, berichtete die italienische Polizei. Er wurde an Bord einer Alitalia-Maschine nach Marokko zurückgeflogen, teilte das italienische Innenministerium am Mittwoch mit.

Am Mittwoch wurden außerdem zwei Marokkaner im Rahmen einer Untersuchung von islamistischem Terrorismus festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 27 und 44 Jahren sind vorbestraft und leben in der Nähe der ligurischen Hafenstadt Savona, teilte die Polizei mit. Eine dritte Person wurde angezeigt. Die beiden Festgenommenen leben seit Jahren in Italien und waren bereits wegen Drogenhandels angezeigt worden.

Italien hat in den letzten Monaten die Offensive gegen den islamischen Fundamentalismus verschärft. Seit Anfang 2015 wurden über 100 Ausländer wegen radikal-islamischer Aktivitäten aus Italien ausgewiesen.

apa/dpa

stol