Die Häufigkeit (Prävalenz) von Asthma nimmt weltweit bei Kindern und Erwachsenen zu. Jährlich gibt es 250.000 Todesfälle.Tests am Bozner Krankenhaus„Du kannst dein Asthma kontrollieren“, ist das diesjährige Motto des von der Global Initiative for Asthma (Gina) 1998 ins Leben gerufenen Aktionstages am heutigen 7. Mai.Zu diesem Anlass können alle Interessierten von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr in der Abteilung Pneumologie im ersten Stock des Bozner Spitals kostenlos eine Spirometrie durchführen lassen und Informationen zum Thema Asthma einholen. Was ist Asthma?Bei Asthma kommt es zu Entzündungen der Atemwege. Diese schwellen an und verengen sich, wodurch das Atmen erschwert wird. Asthma kann zu Hustenreiz, einem Engegefühl in der Brust sowie Atemgeräuschen wie Keuchen und Pfeifen führen.Heftige HustenanfälleTreten die Symptome einer Krankheit häufiger und schlimmer auf als üblich, spricht man von einer so genannten „Exazerbation“ – einem Krankheitsschub. Bei Personen mit Asthma gelten eine verstärkte Kurzatmigkeit, häufigere bzw. heftigere Hustenanfälle und Engegefühle in der Brust als Zeichen eines solchen Krankheitsschubes. Exazerbationen können durch den direkten Kontakt mit Allergenen, z.B. durch Tierhaare, Bienenstiche und Pollen verursacht werden. Auch Infektionen können schwere Asthmasymptome hervorrufen.Mittels Peak-Flow-Meter, das die Geschwindigkeit ermittelt, mit der Luft durch die Atemwege strömt, kann gemessen werden, wie ausgeprägt der Schub ist. Wenn die Atemwege entzündet sind, fällt die Ausatmung schwerer, und das Peak-Flow-Maß liegen unter den üblichen Werten. Grund dafür ist, dass sich die Atemwege durch die Entzündung teilweise verengen. Exazerbationen können schon im Frühstadium erkannt werden, wenn die morgendlichen Peak-Flow-Werte um mehr als 25 Prozent abfallen. Bei einem Abfallen um 50 Prozent sollte sofort ärztlicher Rat eingeholt werden.Asthma daheim behandelnDie beste Methode zur Verhinderung von Exazerbationen für Asthma-Patienten besteht darin, die verschriebenen Medikamente regelmäßig einzunehmen und empfohlene Therapiemaßnahmen durchzuführen. Je besser Asthma unter Kontrolle gehalten wird, desto weniger werden die Atemwege gereizt, wenn man sich eine Infektion zuzieht. Milde Symptome können durch Anwendung eines Inhalators, der die Atemwege erweitert (Broncholytikum), gelindert werden. Bei schwereren Exazerbationen könnte ein Lungenfunktionstest (Spirometrie) angebracht sein. Eines der Parameter, die dabei gemessen werden, gibt an, wie viel Luft der Patient maximal einer Sekunde ausatmen kann (FEV1). Diese Informationen helfen dem Arzt bei der Entscheidung, welche Behandlung für die jeweilige Erkrankung am besten geeignet ist.