Laut dem Jagdverband haben Jagdaufseher und Jäger insbesondere im Obst- und Weinbaugebiet eine starke Zunahme festgestellt. „Mit dem Obstbau kommen die Hasen. Denn dort, wo die Obstanlagen in die höheren Tallagen vordringen, sind auch vermehrt Hasen anzutreffen“, erklärt der Geschäftsführer des Jagdverbandes Heinrich Aukenthaler. Auch in den Tallagen nehmen die Hasen zu. „Die Hasen sind im Gegensatz zu früheren Zeiten häufiger und mittlerweile sogar tagsüber zu sehen“, weiß Aukenthaler. Der Jagdverband vermutet mehrere Gründe für die steigende Zahl der Hasen in den Obst- und Weinbaugebieten. „Häufiges Mähen kommt dem Steppentier Hase offenbar zugute, denn er muss bei der Äsungsaufnahme freies Blickfeld haben“, erklärt Aukenthaler. In den niedrigstämmigen Kulturen ist Meister Lampe zudem relativ gut vor Zugriff aus der Luft geschützt. Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler begrüßt den positiven Einfluss des Obstbaus auf die Verbreitung des Hasen. „Der Feldhase fühlt sich im Umfeld der Obst- und Weinbauanlagen besonders wohl. Das zeigt, dass dort ein guter Lebensraum für Tiere und Pflanzen besteht.“