Die Behauptung, dass Aliens schon seit langem auf der Erde präsent und am Werk sind, bildet auch eine Grundlage für verschiedene Verschwörungstheorien. So wird unter anderem behauptet, dass gigantische Bauwerke wie die Pyramiden ohne die Hilfe „von außen“ nie möglich gewesen wären. <BR /><BR />Zuletzt gabe es in den 1950er und 1960er Jahren auffallend viele UFO-Meldungen, dann ging die Zahl zurück. Mittlerweile steigt sie wieder an. Doch das ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft kein Hinweis auf vermehrte Ankünfte aus dem All. <BR />Vielmehr dürften die zunehmenden Sichtungen auf die enorme Verbreitung von Drohnen, aber auch von Ballons und neuartigen Satelliten zurückzuführen sein. Die Lichter am Himmel haben sich also im Vergleich zu früher verdreifacht, was die Fantasie mancher Menschen ankurbelt und an Außerirdische denken lässt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012584_image" /></div> <BR /><BR />Diese Erklärung für das Phänomen wird untermauert von einem aktuellen Bericht des US-Verteidigungsministeriums. Es wertet die angeblichen UFO-Sichtungen der vergangenen Jahrzehnten aus. Und kommt zum ernüchternden Schluss, dass es derzeit keine stichaltigen Beweise für außerirdisches Leben, Technologie oder Flugzeuge jeglicher Art auf der Erde gibt. Für die Untersuchung wurden Archivdokumente, Regierungsunterlagen ab 1945 und vertrauliche Akten ausgewertet.<BR /><BR />Die UFO-Fans und Verschwörungstheoretiker in aller Welt wird dies kaum beeindrucken, denn sie sind ohnehin überzeugt, dass Spuren von Außerirdischen systematisch vertuscht würden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012587_image" /></div> <BR /><BR />Ein Beispiel ist die berühmte Area 51. Es handelt sich dabei um eine Militärbasis im US-Bundesstaat Nevada, die bis heute Sperrgebiet ist; angeblich sollen dort Überreste eines UFO-Absturzes aus dem Jahr 1947 liegen. Die Tatsachen sind weitaus weniger aufregend: Tatsächlich fand dort ein Farmer die Reste eines abgestürzten Wetterballons, die aber in den Medien bald als nicht erklärbare Flugobjekte Karriere machten. Im US-Bericht wird in diesem Zusammenhang unterstrichen, dass Medien eine entscheidende Rolle beim Aufkommen solcher Mythen spielen. <BR /><BR />Das 63 Seiten starke Dokument des Verteidigungsministeriums wurde auch dem US-Kongress vorgelegt. Das Ergebnis ist glasklar: Nach Einschätzung der Experten wurden keine Beweise dafür gefunden, dass die angeblichen Sichtungen auf irgendetwas Realem und Konkretem beruhen könnten. Gleichzeitig gäbe es keine Hinweise auf eine staatliche Vertuschung.<BR /><BR /><BR />Auf einer Pressekonferenz erläuterte General Pat Ryder, wie das Verteidigungsministerium ohne Vorurteile und auf wissenschaftlicher Grundlage an das Thema herangegangen ist. Es wurden keine Beweise gefunden, die für mögliche verdeckte Programme sprechen. Die meisten gemeldeten Sichtungen bezogen sich auf ganz gewöhnliche Objekte: Spionageflugzeuge, Ballons, Sonden und mehr.<BR /><BR />Dass das Thema UFO so präsent sei und die Mythen nicht aus der Welt zu kriegen sind, führt der Bericht auf die massenweise Verbreitung solcher Erzählungen in Fernsehsendungen, Büchern, Filmen und im Internet zurück. Das habe „die öffentliche Debatte zu diesem Thema beeinflusst und diese Überzeugungen in einem Teil der Bevölkerung verstärkt“.<BR /><BR />Die Zahlen lassen daran keinen Zweifel. Im Jahr 2021 glaubten 41 Prozent der Erwachsenen in den USA an die Ankunft von Außerirdischen auf der Erde – das sind 8 Prozent mehr als im Jahr 2019.