<BR />Die Zahlen aus dem Ressort von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer zeigen: Von 2010 an stieg der Bedarf der Südtiroler nach einer Unterstützung bei ihren Wohnkosten von zunächst zehn Millionen Euro auf einen Höchststand von 43 Millionen Euro im Jahr 2016. In den Jahren darauf pendelte sich die Summe rund um 40 Millionen ein, um 2024 auf 28,5 Millionen Euro rapide abzusinken. Angegeben sind dabei die Summen für das Landesmietgeld und die Landeszuschüsse für die Wohnnebenkosten zusammen; Daten, die sich ausschließlich auf das Mietgeld beziehen, gibt es nicht. Eine getrennte Aufschlüsselung, so heißt es in der Antwort, könne nicht vorgenommen werden.<BR /><BR />Doch wie erklärt sich der Rückgang, zumal bei den Wohnnebenkosten in den vergangenen zwei Jahren laut Ressort die Beträge um rund 30 Prozent sowie der Faktor wirtschaftliche Lage für den Erhalt derselben erhöht wurden? In den vergangenen Jahren hat es in vielen Branchen Inflationsanpassungen bei den Löhnen gegeben. Und genau die, so Rieder, sind nun schuld, dass zahlreiche Personen bei den Zuschüssen aus den Kriterien fallen. Dabei, so gibt die Abgeordnete zu bedenken, sind Inflationsanpassungen ja keine Lohnerhöhungen, sondern nur ein Ausgleich für allenthalben gestiegene Preise. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1271148_image" /></div> <BR /><BR />„Immer wieder melden sich Personen bei mir, die durch eine Inflationsanpassung nun weniger oder gar keine Zuschüsse zu ihren Wohnkosten mehr bekommen. Damit ist die Inflationsanpassung sozusagen aufgesaugt. Manche haben jetzt sogar weniger Geld zur Verfügung als vorher – und das bei gestiegenen Preisen.“ <BR /><BR />Die Mietbeiträge „wurden nicht an die Inflation angepasst, da es sich um einen Beitrag handelt, der nicht als Ziel die vollständige Deckung der gesamten Mietkosten hat“, erklärt Landesrätin Rosmarie Pamer in ihrer Antwort. Zudem habe die Erfahrung gezeigt, „dass jede Erhöhung dieses Beitrags sofort den Mietmarkt beeinflusst“. Den Faktor für die wirtschaftliche Lage habe man dagegen sehr wohl von 2,2 auf 2,5 angehoben, sagt Pamer auf Nachfrage. Zudem verweist sie auf eine anstehende Überarbeitung aller Sozialhilfeleistungen. Für Rieder der falsche Weg: „Solange Wohnen in Miete nicht leistbarer geworden ist, braucht es die Zuschüsse – inflationsangepasst.“<h3> 3 Fragen an Landesrätin Rosmarie Pamer</h3><b>Das Land zahlt merklich weniger Beiträge für Mieten und Nebenkosten – woran liegts?<BR /></b><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Rosmarie Pamer: Es gehen weniger Ansuchen ein.<BR /><BR /><b>Weil die Südtiroler reicher geworden sind?<BR /></b><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Pamer: Die Schere zwischen Arm und Reich geht sicher eher weiter auf als zu. Also Nein. Wir wollen daher analysieren, woran der Rückgang liegt – und müssen treffsicherer werden. Nicht nur bei diesen, sondern bei allen Sozialleistungen. Eine Arbeitsgruppe ist bereits eingesetzt und sollte noch heuer Ergebnisse liefern. Und wir setzen durch die Wohnreform auf mehr leistbaren Wohnraum.<BR /><BR /><b>Das könnte aber auch länger dauern...<BR /></b><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Pamer: Ich denke, bis Jahresende wird man am Mietmarkt schon eine Besserung spüren.