Seit 2007 geht die Zahl der Gamswildjagden stark zurück. Die Entwicklungen im Jagedbezirk Brixen sind äußerst interessant.<BR /><BR /><BR />Die Hegeschau ist jährlich Treffpunkt für die Jäger und Jagdinteressierten des Bezirkes. Heuer hat die Veranstaltung, die zu den Höhepunkten des Vereinsjahres zählt, nach 2-jähriger Pandemie-Pause in Lüsen stattgefunden. <BR /><BR />Die Jagdhornbläser „Hühnerspiel“ eröffneten den offiziellen Teil der Feier. Bezirksjägermeister Rino Insam und Revierleiter Heinrich Putzer begrüßten alle Anwesenden. Bürgermeisterin Carmen Plaseller ging im Anschluss auf die Jagdgeschichte Lüsens ein. <BR /><BR /><Fett>Lüsen mit Jagd verbunden</Fett><BR /><BR />„Unser Dorf war schon immer stark mit der Jagd verbunden, der Wald machte Lüsen zu einem interessanten Jagdgebiet“, erläuterte sie. 53 Jäger und 2 Jägerinnen zählt das Jagdrevier Lüsen. Im eigenen Jagdhaus mit Verarbeitungsraum können sie ihrer Vereinstätigkeit nachgehen. <BR /><Fett><BR />Mit Situation des Wildes zufrieden</Fett><BR /><BR />Das jährliche Treffen mit Hegeschau habe in den vergangenen 2 Jahren gefehlt, betonte der Bezirksjägermeister. Es gehe dabei nicht nur um das gemeinsame Reden, Diskutieren und Schauen. <BR /><BR />„Wir schaffen damit auch einen Überblick über die Entwicklung der uns anvertrauten Tierwelt“, sagte Insam. Insgesamt zeigte sich der Bezirksjägermeister mit der Situation des Wildes im Bezirk zufrieden. <BR /><BR /><Fett>Rotwildjagd nimmt zu</Fett><BR /><BR />Im Anschluss wurden die Abschusszahlen präsentiert. Die Rotwildjagd nimmt insgesamt zu, auch wenn 2021 etwas weniger Rotwild erlegt wurde als in den Jahren 2020 und 2019 (insgesamt 308 Hirsche und Kahlwild).<BR /><BR /> „Vergleicht man die Zahlen im Laufe der Jahre, erkennt man vor allem, dass der Kahlwildanteil zugenommen hat“, betonte Insam. Von den 129 Gamsböcken wurden heuer im Bezirk 31 junge, 64 mittelalte und 34 alte Böcke erlegt. <BR /><BR /><Fett>Gamstwildjagden gehen stark zurück</Fett><BR /><BR /><BR />„Seit 2007 geht die Zahl der Gamswildjagden stark zurück. Wurden vor 22 Jahren noch über 500 Gämsen erlegt, sind es seit 2012 zwischen 300 und 400 Gämsen pro Jahr“, sagte der Bezirksjägermeister. <BR /><BR />Beim Rehwild wurden insgesamt 1104 Tiere erlegt. Die Rehwildjagd war lange Zeit konstant, in den vergangenen Jahren ist sie leicht rückläufig. „Vor allem harte und lange Winter sowie die steigenden Rotwildbestände setzen dem Rehwild zu“, bestätigte Insam. Auch der Wolf und Goldschakal spielten im Bezirk eine nicht zu unterschätzende Rolle.<BR /><BR /><Fett>Niederwildjagd vernachlässigt</Fett><BR /><BR /> Die Niederwildjagd, vor allem die Hasenjagd, wurde in den vergangenen Jahren eher vernachlässigt. „Das ist sehr schade, da diese in Gemeinschaft erfolgt und die Jagdkameradschaft fördert“, betonte der Bezirksjägermeister. <BR /><BR /> Vize-Landesjägermeister Eduard Weger informierte über die Ereignisse auf Landesebene und blickte auf das kommende Jahr.<BR /><BR /> Grußworte, verbunden mit dem Dank für die geleistete Arbeit, richteten Andreas Agreiter, der stellvertretende Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei, und der SVP-Landtagsabgeordnete Manfred Vallazza an die versammelte Gemeinschaft.<BR /><BR /> Ein gemütliches Beisammensein mit Gesprächen und Diskussion rundeten den Abend ab.<BR />