Montag, 22. Mai 2017

Immer weniger Tierärzte in Südtirol

Das Kälbchen sollte bald auf die Welt kommen, doch es gibt Probleme: Ein Tierarzt muss her. Nur: Einen solchen gibt es im Tal nicht mehr. Und der nächste ist zu weit entfernt. Weit hergeholt? Leider nicht.

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Foto: © shutterstock

„Es gab in Österreich schon einen Fall, da hat ein verzweifelter Bauer einen Allgemeinmediziner um Hilfe gebeten. Der Beruf des Großtier-Praktikers ist einfach nicht mehr beliebt“, erklärt der Präsident der Tierärztekammer, Franz Hintner, im Gespräch mit dem Tagblatt „Dolomiten“. Und macht sich gerade um die flächendeckende tierärztliche Versorgung für Südtirol in der Zukunft Sorgen.

„Südtiroler müssen Veterinärmedizin im Ausland oder in Italien studieren – und werden dort gern direkt von der Uni weg abgeworben. Denn gerade Großtier-Praktiker sind überall Mangelware“, weiß er.

Nachts raus müssen, wenn mal wieder eine Kuh beim Kalben Hilfe braucht, weit verstreute Gehöfte, viele Kilometer teils auf engen Bergstraßen, „immer weniger Tierärzte entscheiden sich dafür“. Man lege heutzutage einfach mehr Wert auf Freizeit – und zwar gesicherte Freizeit, ohne auf Abruf bereit stehen zu müssen.

ih

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol