Ein Jahr und drei Monate dauert durchschnittlich ein Verfahren am Bozner Landesgericht, heißt es im Bericht von „T6“. Damit ist man Spitzenreiter in ganz Italien, gefolgt von Triest und Görz mit jeweils einem Jahr und sechs Monaten. <h3> Reformen, die heute wirken</h3>Laut „T6“ sind die Gerichte in Norditalien effizienter als jene im Süden. Dort kann ein Verfahren mehr als fünf Jahre dauern. Dass die Behörden nun viel effizienter arbeiten, ist auch auf Reformen der vergangenen Jahre zurückzuführen. Daran wirkte auch Landesgerichtspräsidentin Francesca Bortolotti mit. „Im Jahr 2016 habe ich mit einer Arbeitsgruppe begonnen, Richtlinien für die Immobiliarvollstreckungen für das Bozner Landesgericht auszuarbeiten“, berichtet sie. <BR /><BR />Alle wurden „mit ins Boot geholt“: Gutachter, Rechtsanwälte und Wirtschaftsberater nahmen die verschiedenen Aspekte und einzelnen Bereiche unter die Lupe, um Verbesserungen einzuführen. Damit leistete man Pionierarbeit. Das „Know-how“ aus Bozen brachte Bortolotti dann bei der Ausarbeitung der gesamtstaatlichen Richtlinien mit ein. <BR /><BR />Es wurden konkrete Maßnahmen ergriffen, um die Vollstreckung von Immobilien effizienter zu gestalten. „Die Verkaufsbeauftragten können nun Aufgaben schneller abwickeln und die Vereidigung der Gutachter erfolgt telematisch“, nennt die Landesgerichtspräsidentin als Beispiele. Mehr Praxisnähe hat definitiv Erfolg gebracht.