Dienstag, 06. April 2021

Impf-Bremse über Ostern: Unterschiede zwischen den Regionen

Über das Wochenende macht die Impfkampagne in Italien regelmäßig Pause: Dann werden viel weniger Dosen verimpft. Über die Osterfeiertage war das nicht anders. Obwohl gerade für Risikogruppen im Kampf gegen Corona jeder Tag zählt.

Eigentlich wäre beim Impfen Eile geboten, doch an den Wochenenden legt die Impfkampagne regelmäßig eine Pause ein, wie die Zahlen zeigen.
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Eigentlich wäre beim Impfen Eile geboten, doch an den Wochenenden legt die Impfkampagne regelmäßig eine Pause ein, wie die Zahlen zeigen. - Foto: © ANSA / US MINISTERO DELLA DIFESA
Das von der Regierung in Rom vorgegebene Ziel, baldmöglichst 500.000 Impfdosen pro Tag zu verabreichen, scheint über Ostern kurzzeitig in Vergessenheit geraten zu sein. Nach Zahlen der Online-Ausgabe des „Il Sole 24 Ore“ sind am 4. April in Italien 92.734 Dosen verabreicht worden: 43.707 Pfizer/BioNTech, 11.552 Moderna und 37.475 AstraZeneca. Das sei ein Rückgang von 57 Prozent im Vergleich zu den 211.161 des Vortages und von 64 Prozent im Vergleich zu den 251.663 des Karfreitag. Am Ostermontag wurden – trotz des Feiertages – 160.628 Dosen verimpft.

Das Regionen-Ranking

Aosta hat am Ostersonntag 274 Dosen verimpft. In der Basilikata wurden am selben Tag 62 Dosen verabreicht. In Molise 72. In Friaul-Julisch Venetien waren es 854, in Umbrien 857, in Ligurien 545. Im Trentino gar nur 2 Dosen. Und 52 in Südtirol.

In Südtirol sollen bis Ende April 70.000 Dosen angeliefert und verimpft werden. Stand 6. April sind in Südtirol 112.965 von 132.075 zur Verfügung stehenden Impfdosen verabreicht – das entspricht 85,5 Prozent.

Pause an den Wochenenden

Der Abwärtstrend an den Wochenenden ist inzwischen regelmäßig zu beobachten: Am Sonntag, 28. März, wurden in Italien 159.703 Dosen verabreicht. Am Vortag waren es 235.279, am Freitag vorher 261.379, fast 100.000 mehr als 2 Tage später. In der Woche zuvor, am 21. März, ebenfalls am Sonntag, lag die Zahl der verimpften Dosen bei 128.464, während sie am Samstag und Freitag auf einem Niveau von 172.000 Einheiten lagen. An den Wochenenden, so bilanziert der „Sole 24 Ore“, macht die Impfkampagne also regelmäßig Pause.

RKI-Bericht: Vollständig Geimpfte können Virus kaum noch weitergeben

Aus Deutschland kommen indes gute Nachrichten: Vollständig Geimpfte können das Coronavirus laut Erkenntnissen des Robert-Koch-Institus (RKI) gut 2 Wochen nach der zweiten Impfung kaum noch weitergeben. Diese Erkenntnis hat nun auch Auswirkungen auf die deutsche Corona-Strategie: Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann nun bei Lockerungsschritten nach der dritten Corona-Welle bestimmte Freiheiten zurückbekommen. Gesundheitsministers Jens Spahn sagt: „Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne.“

stol