Freitag, 14. Mai 2021

Impfkommissar Figliuolo zu Besuch in Bozen: „Herausragendes Beispiel“

General Francesco Paolo Figliuolo, Sonderbeauftragter für den Covid-19-Notstand, und der Leiter des staatlichen Zivilschutzressorts Fabrizio Curcio haben sich am heutigen Freitag ein Bild von der Impfkampagne in Südtirol verschafft.

Luca Armanaschi (l. vom Sanitätsbetrieb) zeigte General Paolo Figliuolo und Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie der Delegation das Impfzentrum in der Messe Bozen. - Foto: © Tiberio Sorvillo
Begleitet wurden sie dabei von Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler, Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, Regierungskommissar Vito Cusumano, Alpini-General Claudio Berto, Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi und und dem Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti.

„Impfen ist Akt der Solidarität“

Beim Rundgang mit Figliuolo und Curcio durch das Impfzentrum in der Messe Bozen erklärte Landeshauptmann Kompatscher, wie Südtirol die Covid-19-Herausforderung angeht: „Wir setzen in Südtirol bereits seit langem auf eine offensive Teststrategie. Testen, impfen und die Verwendung des entsprechenden Nachweises 'Corona-Pass' sind die wesentlichen Elemente der Strategie Südtirols, um die Pandemie zu bewältigen. Impfen ist ein Akt der Solidarität.“

Landeshauptmann Kompatscher zeigte sich gegenüber General Figliuolo erfreut, dass die italienische Regierung nun auch stark auf das Instrument des „Green Pass“ setzen wolle, zum einen, um die Reisefreiheit wiederherzustellen, und zum anderen laut Gesundheitsminister Roberto Speranza auch für andere Anwendungen, so wie das in Südtirol bereits gemacht werde.

Für den freien Personenverkehr in Europa komme man um einen digitalen grünen Nachweis, der in allen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt ist, und um überschaubare Regeln ohnehin nicht umhin.

„Gutes Beispiel gelebter Synergie“

Eine „ausgezeichnete Arbeit“ habe er in Südtirol vorgefunden, lobte General Figliuolo: Es sei ein „herausragendes Beispiel, sowohl in logistischer wie in wissenschaftlicher Hinsicht: Der Schutz der besonders gefährdeten Personengruppen funktioniert hervorragend“, stellte Figliuolo fest.

Im Juni werde die Impfgeschwindigkeit zulegen. Hervorzuheben sei, dass Südtirol in der Lage ist, die Impfkapazität bei Bedarf zu verdoppeln. Das Südtiroler Beispiel der breit angelegten Nasenflügeltests wolle der Sonderkommissar auch den zuständigen Ministerien in Rom näherbringen.

„Wir befinden uns hier fast am Ende unserer Besuche auf dem gesamten Staatsgebiet und wir haben hier ein gutes Beispiel gelebter Synergie vorgefunden“, berichtete Zivilschutzchef Curcio.

Nun gelte es, noch einige Wochen durchzuhalten und anschließend die Erfahrungen aus dem Notfallmodus in den Alltagsmodus mitzunehmen. Diese Fähigkeit der Resilienz sei auch bei anderen Ausnahmeereignissen gefragt und nützlich.

lpa