Freitag, 07. Januar 2022

Impfpflicht: „Diese Strafen sind ein Witz“

Der italienische Virologe Roberto Burioni findet deutliche Worte in seiner Bewertung der Strafen für den Verstoß gegen die Impfpflicht für über 50-Jährige in Italien.

Virologe Roberto Burioni äußerte sich kritisch zum jüngsten Strafen Katalog der italienischen Regierung.
Virologe Roberto Burioni äußerte sich kritisch zum jüngsten Strafen Katalog der italienischen Regierung. - Foto: © ANSA / CLAUDIO GIOVANNINI
„Wenn man für den Verstoß gegen die Impfpflicht eine Strafe (100 Euro) verhängt, die zweimaligem Parken im Halteverbot (82 Euro) gleichkommt, dann macht man diese Regel lächerlich. Ich hoffe, dass ich hier etwas falsch verstanden habe“, äußert sich Virologe Roberto Burioni in einem Tweet.



Besonders enttäuscht sei er darüber, dass diese Regelung von einer Regierung komme, die er für streng und entschlossen gehalten habe.

Die italienische Regierung hat am Mittwoch eine Impfpflicht für alle über 50-Jährigen beschlossen. Bis zum 31. Jänner haben diese nun Zeit für die Erstimpfung. Kommen sie dem nicht nach, drohen Sanktionen und Geldstrafen.

„100 Euro – der Preis für unsere Gesundheit“

„100 Euro – der Preis für unsere Gesundheit, für unsere Leben, für all die Opfer, die wir in den vergangenen beiden Jahren gebracht haben, vor allem wir, die im Gesundheitssektor arbeiten. Abermals werden wir es sein, die an erster Front den ganzen Schlamm entfernen müssen, der in Abwesenheit von starken und mutigen Entscheidungen entsteht. Eine absurde Entscheidung, die von unseren bereits seit 2 Jahre geschundenen Rücken getragen werden muss.“ So äußert sich Martina Benedetti, Mitarbeiterin des Krankenhauses Marina di Massa.

Im März 2020 hatte Benedetti für mediale Aufmerksamkeit gesorgt, als sie ein Foto ihres stark durch das Tragen der Maske während ihrer Schicht im Krankenhaus gezeichneten Gesichtes auf Facebook gepostet hatte.

pho