Dienstag, 15. Dezember 2020

Impfstoff-Zulassung schon am 21. Dezember?

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer könnte noch vor Weihnachten in der Europäischen Union zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kündigte am Dienstag an, nun am 21. Dezember und damit 8 Tage früher als geplant die Bewertung des Zulassungsantrags abschließen zu wollen. Jeder Tag zähle.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will den Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer deutschen Regierungskreisen zufolge noch vor Weihnachten zulassen.
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will den Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer deutschen Regierungskreisen zufolge noch vor Weihnachten zulassen. - Foto: © APA/dpa / Marcus Brandt
„Die ersten Europäer können voraussichtlich vor Ende 2020 geimpft werden“, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter.

Für den 21. Dezember ist nun eine außerordentliche Sitzung des Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA geplant, wie die Behörde mitteilte. Bei dem ursprünglich am 29. Dezember geplanten Treffen bleibe es bei Bedarf. Die Empfehlungen des CHMP müssen von der EU-Kommission abgesegnet werden, bei dem Impfstoff gilt dies aber als sicher.

Zunächst haben Medien über einen früheren Zeitplan berichtet. Biontech wollte dazu nicht äußern. Der Impfstoffentwickler bekräftigte, zusammen mit seinem Partner Pfizer bis Ende des Jahres bis zu 50 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen zu wollen. Dabei sei man auf Kurs.

Die EMA stand zuletzt unter wachsendem Druck von EU-Regierungen, die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zu beschleunigen. Der Druck sei seit den Notfallzulassungen in Großbritannien und den USA gewachsen, erfuhr Reuters am Montag von mehreren Insidern. Biontech und Pfizer hatten vor 2 Wochen bei der EMA einen Antrag auf eine bedingte Markzulassung ihres Covid-19-Impfstoffs eingereicht.

Auch der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Dienstag, man dürfe optimistisch sein, dass eine Impfstoff-Zulassung am 23. Dezember erfolgen könne.

dpa/apa/reuters

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