Dienstag, 12. Januar 2021

Covid-Impfung: Viele Fragen noch offen

In Sachen Corona-Impfung zeigt sich Südtirol derzeit wahrlich nicht von seiner besten Seite: Nicht nur, dass wir in der italienischen Impf-Statistik das unrühmliche Schlusslicht bilden – auch die Informationen rund um eine Corona-Impfung waren bislang spärlich gesät.

Südtirol muss in Sachen Corona-Impfung gehörig aufholen – auch bei der Informierung der Öffentlichkeit.
Badge Local
Südtirol muss in Sachen Corona-Impfung gehörig aufholen – auch bei der Informierung der Öffentlichkeit. - Foto: © ANSA / CIRO FUSCO
„Viele Südtiroler sind noch immer nicht richtig informiert über den Corona-Impfstoff und die Corona-Erkrankung: Deshalb herrscht so viel Skepsis“, meinte etwa der Immunologe Prof. Bernd Gänsbacher im Interview.

Und auch um die „Organisationskette der Sanität“ stehe es auch nicht zum Besten: Sonst wäre Südtirol nicht Schlusslicht in Italien bei den Impfungen.

Stand Dienstag kurz nach Mitternacht wurden in Südtirol erst 29,5 Prozent der verfügbaren Impfdosen (also 6078 von 20.620 Dosen) „verimpft“, im Trentino bereits rund 75 Prozent.



Am Dienstag hat „Dolomiten“-Chefredakteur Toni Ebner in einem Leitartikel gefordert, die verfügbaren Dosen schnellstmöglich zu verabreichen, und die Menschen besser zu informieren.

Wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte, habe man sich dahingehend Besserung geschworen und wolle bis Ende der Woche 60 Prozent der gelieferten Impfdosen verimpfen.

Dabei werde Südtirol nun vom staatlichen Impfplan abweichen. Das heißt, dass ab jetzt jene Impfdosen, die innerhalb des Sanitätsbetriebes nicht verbraucht werden (etwa weil sich jemand nicht impfen lassen will), an andere Kategorien vergeben werden, etwa an über 80-Jährige oder an andere Hochrisikogruppen. Dies solle mit Hilfe der Hausärzte erfolgen. Wie genau das Prozedere sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

stol