Freitag, 27. August 2021

Impfungen bei Schulpersonal steigen stark

Der Druck der Regierung Draghi für die Immunisierung des Schulpersonals und die am 1. September geplante Einführung der Pflicht zur Vorweisung des Grünen Passes für Lehrer in den Schulen zeigt Resultate.

Kurz vor Schulbeginn sind die Impfungen beim italienischen Schulpersonal stark angestiegen.
Kurz vor Schulbeginn sind die Impfungen beim italienischen Schulpersonal stark angestiegen. - Foto: © APA/AFP / BEN STANSALL
„In den letzten Tagen hat die Zahl der geimpften Personen unter dem Schulpersonal stark zugenommen. Diejenigen, die den Grünen Pass haben, gehen in die Schule, die anderen werden vom Dienst suspendiert. Wir führen nur die von den Gesundheitsbehörden vorgeschriebenen Abstriche am Personal durch. Der Test ist kein Ersatz für die Impfung, sondern lediglich eine Maßnahme zur Überwachung“, sagte Bildungsminister Patrizio Bianchi am Donnerstag.

Mithilfe einer App, die in Zusammenarbeit mit den Datenschutzbehörden entwickelt werden soll, werden die Schuldirektoren täglich den Grünen Pass des Lehrerpersonals kontrollieren.

Die App soll ab Mitte September verfügbar sein. Nur ein Gewerkschaftsverband der Schulleiter habe Bedenken über die App geäußert, erklärte Bianchi.

Schüler müssen keinen Grünen Pass vorweisen, Uni-Studenten dagegen schon. Der Minister erklärte, die Regierung bemühe sich um kleinere Klassen, um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Lediglich 2,9 Prozent der Klassen seien vom Problem einer zu hohen Zahl von Schülern belastet.

Dieses Phänomen betreffe hauptsächlich technische Schulen in Großstädten. „Wir kennen das Problem in- und auswendig und arbeiten mit gezielten Maßnahmen daran“, versicherte der Minister. Laut Gesetz sind Klassen mit einer Mindest- und Höchstzahl von 15 bis 27 Schülern erlaubt.

Bei den jüngeren Jahrgängen sei das Schulsystem mit dem entgegengesetzten Problem belastet, warnte Bianchi. „Fast 15 Prozent der Volksschulklassen haben weniger als 15 Schüler, das ist ein starkes Problem der demografischen Stabilität“, betonte der parteilose Bildungsminister.

Der Gewerkschaftsverband des Schulpersonals SNALS forderte, dass die Kosten für die Abstriche zur Erlangung des Grünen Passes von der Schule übernommen werden. Das Personal könne nicht aus eigener Tasche für die Kosten der Tests aufgenommen, da ihnen der Grüne Pass als Verpflichtung auferlegt worden sei.

apa