Bereits im Februar wurden Änderungen der Stadtpolizeiordnung im Stadtrat diskutiert. Am Dienstagabend wurde das Thema schließlich im Gemeinderat behandelt – den ganzen Abend lang. „Eigentlich stand noch ein anderer Beschluss auf der Tagesordnung, aber die Diskussion hat sich etwas in die Länge gezogen“, berichtete Peter Warasin, Fraktionssprecher der SVP Bozen, gestern.<BR /><BR />Einige Punkte wurden ausdiskutiert, nicht geredet wurde dagegen über den Vorschlag, dass Hundebesitzer den Urin der Tiere beim Gassigehen mit Wasser „verdünnen“ müssten. „Diese Änderung hätte im Gemeinderat keine Mehrheit bekommen, deshalb wurde der Punkt vorab gestrichen“, erklärte Warasin.<h3> Künftig mehr „Daspos“</h3>Die wohl wichtigste Neuerung ist die Ausweitung der Aufenthaltsverbote – sogenannte „Daspos“ – in der Stadt. „Damit wollen wir die Sicherheit in Bozen erhöhen und die Unsicherheit der Bürger minimieren“, betonte Vizebürgermeister Stephan Konder. Konkret betrifft die Ausweitung einige Plätze und Parks, nämlich: den Obstplatz, den Mignonepark in der Trientnerstraße, den IV.-November-Platz und den Garten der Religionen.<BR /><BR />Aber auch für einige öffentliche Flächen wurden die „Daspos“ ausgeweitet: auf Kindergärten, Schulen, Schulkomplexe, Krankenhäuser, Pflegeheime und Seniorenwohnheime inklusive der jeweiligen Zubehörflächen und Parkplätze. „Die Regelung gilt jeweils in einem Umkreis von 100 Metern ab der Türschwelle“, erklärte Konder.<h3> Nächtliche Sperre für Platz hinter Stadttheater</h3>Um den Kampf gegen den Drogenhandel zu verstärken, wird der Platz hinter dem Stadttheater künftig nachts gesperrt. Die Arbeiten dafür sind bereits im Gange. „Dieser Ort ist in der Drogenszene weit bekannt und oft Schauplatz von illegalen Geschäften“, so Konder. Mit der nächtlichen Schließung wolle man die illegalen Handlungen unterbinden.<BR /><BR />Eine weitere Änderung betrifft die illegale Müllablagerung. „Das sind in den meisten Fällen Pendler oder Auswärtige, die jegliche Abfälle bei den Müllinseln abstellen“, unterstrich SVP-Gemeinderat Hannes Unterhofer. Die Stadtpolizei werde die Kontrollen hierfür verstärken, „um für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung in Bozen zu sorgen“, so Unterhofer.<BR /><BR />Ebenfalls strenger werden künftig Bettler kontrolliert. „In der Nähe von Schulen, Kindergärten und auf öffentlichen Plätzen ist das Betteln ab sofort verboten“, erklärte Stadträtin Johanna Ramoser, die den Vorschlag eingebracht hatte.