Außerdem spricht er über den Stellenwert der Ökumene und seinen Heimvorteil bei der Pfarrerswahl Anfang April. <BR /><BR /><b>Herr Pfarrer, derzeit wirken Sie noch in der Kirchengemeinde Vierthäler in Rheinland-Pfalz, aber schon bald werden Sie nach Meran wechseln. Warum haben Sie sich für diese Pfarrstelle beworben?</b><BR />Timm Harder: Meine Beziehung zu Südtirol hat schon früh angefangen. Ich war mit 13 Jahren mit meinen Eltern in Hafling im Urlaub. 2 Jahre später waren wir dann in Verdins zu Gast. Und in diesem Urlaub, vor mittlerweile 35 Jahren, besuchte ich dann an einem Sonntagmorgen den Gottesdienst in der evangelischen Christuskirche in Meran. Ich war von der Gemeinde, von der Kirche, vom Gottesdienst und von der Gegend sofort angetan. Damals wusste ich schon, dass ich Pfarrer werden möchte. Natürlich hatte ich auch den Wunsch, einmal in Meran zu wirken. <BR /><BR /><b>Warum hat sich die Evangelische Gemeinde Meran gerade für Sie entschieden?</b><BR />Harder: Seit 2008 habe ich im Sommer immer meine Vorgänger vertreten, wenn sie im Urlaub oder dienstlich unterwegs waren. Unter Pfarrer Martin Burgenmeister hatte sich diese Möglichkeit ergeben. Meine Familie und ich waren in den vergangenen Jahren immer gut 5 Wochen zur Vertretung in Meran. Deshalb hatte ich wohl einen kleinen Heimvorteil. Aber eine Wahl ist eben eine Wahl. Ich konnte mich also nicht entspannt zurücklehnen, hoffte aber sehr, dass die Wahl auf mich fällt. Und ja, es hat geklappt, wofür ich wirklich sehr dankbar bin. <BR /><BR /><b>Werden Sie die Arbeit von Pfarrer Krautwurst fortführen oder einen anderen Weg in der Gemeindearbeit gehen?</b><BR />Harder: Ich bin sehr froh, dass ich die Gemeinde seit 2008 immer im Sommer für eine kurze Zeit begleiten durfte. Somit kenne ich sie bereits. Ich bin sicher nicht jemand, der kommt und alles anders machen wird. Ich finde es wichtig, dass sich die Gemeinde selbst treu bleiben kann und dass das, was meine Vorgänger aufgebaut haben, weitergeführt wird, wenn es funktioniert und Sinn macht. In den ersten Wochen und Monaten werde ich mit dem Kirchenvorstand und mit den Gemeindemitgliedern intensiv im Gespräch sein, um zu erfahren, wie es weitergehen soll. Es wäre völlig unangemessen, die Gemeinde umzukrempeln und ihr einen eigenen Anstrich zu verpassen, weil ich ja nur 6 oder maximal 9 Jahre lang in Meran sein werde.<BR /><b><BR />Welchen Stellenwert nimmt bei Ihnen die Ökumene ein?</b><BR /> Harder: In der Sache Jesu sind sich alle Christen einig, und wir ergänzen uns gegenseitig. Eines ist aber wichtig: Die Unterschiede in der Ökumene muss und darf man nicht kaschieren. Deshalb ist es für mich wichtig, die Ökumene zu leben, und zwar in versöhnter Verschiedenheit.<BR /><BR /><b>Wann werden Sie nach Meran kommen?</b><BR />Harder: Ich werde mit meiner Familie umziehen, mit meiner Frau und unseren 3 Kindern. Mein Dienstbeginn ist am 1. September. Zur Abschiedsfeier von Pfarrer Krautwurst am 23. April werde ich auch kommen.