Diese Riesengeschichte begann vor 20 Jahren. Bei den Organisatoren des Innsbrucker Christkindlmarktes suchte man nach einer neuen Attraktion. Und stieß dabei auf einen Wal aus Pappmaché der Dekorateurin Michaela Kammeringer-Karbon. Wenn sie große Meerestiere bauen konnte, warum dann nicht auch Riesen?<h3> Mehr Arbeit als erwartet</h3>Kammeringer-Karbon übernahm den Auftrag, allerdings nicht ahnend, wie viel Arbeit das sein würde. Und schon gar nicht, dass sie die Riesen 20 Jahre lang jedes Jahr aufs Neue beschäftigen würden: „Ich habe mir gedacht, dass die jetzt halt ein paar Jahre aufgestellt werden, aber doch nie 20.“<BR /><BR />Die 4,5 Meter großen Figuren bestehen aus Holz, Styropor, PU-Schaum, Stahl und sind ganz schön schwer. Anfangs hatten sie auch Füße aus PU-Schaum. Doch die erwiesen sich als zu wenig robust. Also baute ein Bruder von Michaela Kammeringer-Karbon, der Tischler ist, Holzschuhe für die Figuren.<h3> Neu mit dabei: Der Riese Serles</h3>Aufgestellt werden sie jedes Jahr von Michaela Kammeringer-Karbon und ihrem Mann Christian: „Wir hatten Föhn und 20 Grad, Regen, Schnee ...“ Nach 20 Jahren wollte Kammeringer-Karbon, die eigentlich längst den Beruf gewechselt hat und heute Psycho- und Kunsttherapeutin ist, heuer eigentlich die Riesen in andere Hände übergeben. Doch es kam anders: „Stattdessen bin ich zu meinem Mann heimgekommen und habe gesagt: Schatz, wir bauen einen neuen Riesen.“ Und so hält nun Riese Serles als Nummer 5 am Franziskanerplatz beim Durchgang zur Riesengasse Wacht.<BR /><BR />Sehr zur Freude der Kinder, die sich zwar ein bisschen fürchten, gleichzeitig aber fasziniert sind von den großen Figuren. Deretwegen hat Michaela Kammeringer-Karbon auch so lange durchgehalten und heuer noch den neuen Riesen gebaut: „Inzwischen sind ganze Generationen mit aufgewachsen. Ohne sie würde zur Weihnachtszeit etwas fehlen.“