Paolo Molinari, der auch in Südtirol bekannte Leiter des friulanischen Auswilderungs-Projekts, bestätigte der APA einen Bericht in der „Kronen Zeitung“ vom Mittwoch. Dass der Luchs „Alus“ gewildert wurde, stehe nicht fest, „aber der Verdacht besteht natürlich“.Am 7. August war noch alles normal, in der Nacht auf den 8. August sendete das Funkhalsband dann das „Mortality“-Signal. Theoretisch wäre es auch möglich, dass der Luchs das Halsband abgestreift hat, sagte Molinari. Ein Schwammerlsucher könnte es mitgenommen haben und einen Kilometer entfernt in 1,80 Meter Höhe an einen Baum gehängt haben, wo es gefunden wurde. An der mutmaßlichen Todesstelle des Luchses hat Molinari jedenfalls nichts Ungewöhnliches oder Verdächtiges, etwa Blutspuren, gefunden.Im Gegensatz zu Molinari ist Bernhard Gutleb – in der Kärntner Landesregierung für Naturschutz zuständig – überzeugt davon, dass der Luchs Opfer eines Wilderers geworden ist. „Man braucht schon viel Fantasie, um nicht zu glauben, dass er gewildert wurde.“ Das Senderhalsband falle normal erst nach zwei bis drei Jahren ab, in diesem Fall passierte es schon nach vier Monaten. Auch die Distanz zwischen mutmaßlichem Todesort des Luchses und Fundstelle des Halsbands deutet für Gutleb auf einen Wilderer hin.apa