Der 24-jährige Italiener war alleine unterwegs, nur mit einfachen Schuhen, Pullover und Jeans bekleidet. Er wollte, ausgehend von den Bagni Vecchi in Bormio, auf das Stilfser Joch wandern.Ersten Informationen zufolge dachte der junge Mann wohl, dass die Liftanlagen bereits geöffnet seien. Doch mit steigender Höhe musste er erkennen, dass außer ihm keine Menschenseele zu sehen war.Wie die Rettungskräfte berichten, setzte der Mann aus Macerata in den Marken erst auf 3200 Höhenmetern den Notruf ab, als er erkannte, dass er ohne Hilfe nicht mehr heil ins Tal kommen würde.Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich bereits durch Tiefschnee gekämpft, seine Kleidung - für diese Route und Höhe keineswegs angemessen - war völlig durchnässt.Schwierige Bedingungen für BergungDa der 24-Jährige sich beim Notruf gegen 15.15 Uhr in seinen Angaben häufiger widersprach, musste er von den Rettungskräften des Hubschraubers Pelikan 1 und der Bergrettung Trafoi gesucht werden.Glücklicherweise fanden sie den Italiener, der am Ende seiner Kräfte und bereits unterkühlt war, noch vor Einbruch der Dunkelheit.Die Bergung gestaltete sich laut Informationen der Rettungskräfte als sehr schwierig, da starker Wind herrschte. Die Temperaturen lagen bei etwa minus 10 Grad Celsius.Nach der gelungenen Rettung wurde der Mann zurück nach Bormio geflogen, wo ihn die dortigen Rettungskräfte in Empfang nahmen und ins Krankenhaus brachten.liz