Eine Lawine hatte am Samstag auf der gesperrten Skiroute „Langer Zug” vier Wintersportler verschüttet. In der Nacht auf Sonntag gelang es den Suchmannschaften drei der Männer aus Deutschland im Alter von 57, 32 und 36 Jahren zu orten, sie konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. Trotz Airbags lagen sie bis zu drei Meter unter den Schneemassen. Die Suche nach dem 28-Jährigen musste gegen 1.30 Uhr wegen des schlechten Wetters abgebrochen werden.Zwar wurde die Suche am Dienstag wieder aufgenommen, allerdings musste sie erneut erfolglos abgebrochen werden. Mittwochfrüh brach schließlich ein Großaufgebot an Personen zur Unglücksstelle auf. Daran beteiligt waren 40 Mann des Lawineneinsatzzuges des Bundesheeres, zehn Mitglieder der Bergrettung Lech mit drei Lawinensuchhunden sowie zehn Alpinpolizisten.Ab Donnerstag deutliche EntspannungVerbreitet herrschte in sechs österreichischen Bundesländern nach einer ersten Entspannung aber weiterhin Lawinenwarnstufe 4 der fünfteiligen Skala. Zahlreiche Straßen konnten indes nach Abklingen der Schneefälle wieder freigegeben werden. Zahlreiche freiwillige Helfer standen bei der Schneeräumung im Einsatz. Das Bundesheer half mittlerweile mit 1.700 Soldaten. In der Steiermark war die Lawinengefahr weiterhin „groß” (Stufe 4), im Randgebirge „erheblich” (Stufe 3). Eine deutliche Entspannung wurde von den Meteorologen ab Donnerstag prognostiziert.Die Versicherungen erwarten hohe Schäden durch die Schneemassen. Man könne es mit dem Jahr 2006 vergleichen, „wo die österreichische Versicherungswirtschaft bei einem ähnlichen Schneedesaster rund 260 Millionen Euro an Zahlungen für Schneedruck und Schäden aus dem Schneedruck leistete”, sagte der Präsident des Versicherungsverbandes und Uniqa-Österreich-Chef Kurt Svoboda im Ö1-Mittagsjournal. Die ersten Schadensbegutachtungen werden in den nächsten Tagen stattfinden. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird aber erst Ende März abschätzbar sein.apa