„Und die Gemeinde Schenna hat dankenswerterweise den Trinkwasserhydranten neben dem Speicher in der Naif geöffnet, damit wir das Reservoir auffüllen können. Wir müssen unbedingt Wasser sparen, um zu verhindern, dass wir am Wochenende kein Wasser mehr haben“, warnt Stadtrat Christoph Mitterhofer.<BR /><BR />„Die Situation am Wasserspeicher in der Naif ist heikel, ich hoffe, dass wir durchkommen“, sagte gestern denn auch Patrik König, Generaldirektor der Meraner Stadtwerke. Er hatte am Dienstag noch kein Wasserproblem für Meran ausgemacht. „Es betrifft nur den Wasserspeicher in Obermais. In der Stadt haben wir kein Problem“, erklärt König. <BR /><BR />Das Reservoir in der Naif wird über eine Quelle in Schweinsteg in Passeier und über Wasser aus der Naif gespeist. „Aber allein die Quellschüttung in Schweinsteg ist von 40 auf 27 Sekundenliter zurückgegangen und den ,Ziggl-Brunnen‘ in der Plantastraße können wir derzeit nicht nutzen, weil er neu geschlagen wurde. Indessen ist der Wasserverbrauch extrem hoch, der Wasserzähler läuft wie wild. Würde die Berufsfeuerwehr den Wasserspeicher nicht befüllen, hätten wir in Obermais kein Wasser mehr“, sagt Mitterhofer. <BR /><BR />Es sei Vorsicht geboten, sagt auch Stadtwerke-Direktor Patrik König. „Obermais hat viele Hotels, viele Schwimmbäder und Gärten, die massiv bewässert werden“, gibt König zu bedenken. Daher habe man die Berufsfeuerwehr bisher zweimal gebeten, Wasser aus einem Trinkwasserhydranten unterhalb Trauttmansdorff zu entnehmen und damit den Speicher in der Naif zu befüllen. <BR /><BR />„Der Tiefbrunnen in der Plantastraße wird gewartet und ist in den nächsten zehn Tagen nicht einsatzbereit. Wenn es so warm bleibt, kann es schwierig werden. Aber es soll ja heute (gestern, Anm. d. Red.) regnen und am Sonntag auch. Ich hoffe, dass wir durchkommen“, so Patrik König. Gestern wurde der Appell der Gemeinde verschickt, dass man Gärten nur mehr nachts zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens bewässern soll. „Dasselbe gilt für das Befüllen von Schwimmbädern“, sagt König. Für heute ist eine Verordnung der Gemeinde zum Wassersparen zu erwarten.