<BR /><BR />Die ersten Rückmeldungen seien durchwegs positiv, berichtet Bürgermeister Lukas Schnarf. Auch er und Gemeindereferent Philipp Felder haben den neuen Service bereits getestet – gemeinsam mit Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Die Idee stammt vom Tourismusverein“, erklärt Schnarf. Ziel sei es, jene Ortsteile besser anzubinden, die bislang nicht an den Citybus angeschlossen sind. Auch im kurz vor dem Abschluss stehenden Gemeindeentwicklungsprogramm werde dieser Bedarf genannt. <BR /><BR />Nach einem ersten Versuch in Meran ist Olang nun das zweite Pilotprojekt, das dieses bedarfsorientierte Angebot praktisch erprobt. Es ist derzeit die einzige Gemeinde, in der dieser Dienst im Rahmen des gesamtstaatlichen Programms MaaS4Italy betrieben wird. Dafür wurde eine neue Software entwickelt und finanziert, die Fahrtanfragen bündelt und Fahrgäste mit ähnlichen Routen gemeinsam befördert.<BR /><BR /><embed id="dtext86-72339745_quote" /><BR /><BR />„Der Bus ist kein Taxi, sondern verbindet verschiedene Haltestellen“, sagt der Bürgermeister. Konkret sind es über 90 Haltestellen im Gemeindegebiet, die der Elektrobus bei Bedarf anfährt – und er kommt tatsächlich wie gerufen, unabhängig vom Fahrplan. Er fährt also auch dann, wenn gerade kein Bus, Citybus oder Skibus unterwegs ist oder wenn Ziele außerhalb der regulären Linien liegen. Gebucht werden kann der CallBus über eine App spontan oder bis zu 24 Stunden im Voraus. Der Tourismusverein unterstützt ältere Menschen bei der Buchung – persönlich während der Öffnungszeiten oder telefonisch. <BR /><BR /> Für SüdtirolPass-Nutzer oder Urlauber mit Kronplatz Guest Pass ist die Fahrt kostenlos, für alle anderen werden zwei Euro pro Fahrt berechnet. Derzeit verkehrt der CallBus täglich von 8 bis 12 und von 16 bis 20 Uhr, vom 15. Dezember bis 15. März sowie vom 15. Juni bis 15. September von 7.30 bis 14 und 15.30 bis 22 Uhr. <h3> </h3> <h3> Zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Wanderung</h3>„Mit diesem Angebot zeigen wir, wie moderne und nutzerfreundliche Mobilität in Zukunft aussehen kann. Ziel ist es, den Menschen flexible Lösungen anzubieten, die den Alltag spürbar erleichtern“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Der CallBus erleichtere alltägliche Wege, Arztbesuche, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten. „Für das Dorf ist der Bus sicherlich eine Aufwertung“, sagt Schnarf. Die Gemeinde unterstützt den Dienst mit 30.000 Euro pro Jahr. Finanziert wird er zur Hälfte vom Land, auch der Tourismusverein steuert Geldmittel bei.<BR /><BR /> Angelegt ist das Pilotprojekt auf zwei Jahre, danach werden Nutzungszahlen, Kundenerfahrungen und das Zusammenspiel zwischen der neuen Software und dem operativen Betrieb ausgewertet. „Wir hoffen, dass trotz des Pilotcharakters alles weitgehend und zur Zufriedenheit der Nutzer funktioniert“, sagen Alexander Alber und Mirko Waldner von den zuständigen Ämtern in der Abteilung Mobilität. Die dabei gewonnenen Daten würden eine wichtige Grundlage bieten, um zu entscheiden, ob ähnliche Angebote auch in anderen Gemeinden geprüft werden.