Die durchschnittliche Zahl der betreuten Personen liegt in beiden autonomen Provinzen jedoch darüber. In der Provinz Bozen beträgt die durchschnittliche Zahl der Patienten pro Hausarzt 1.525, gegenüber einem italienweiten Durchschnitt von 1.383.<BR /><BR />Etwas besser ist die Situation in der Provinz Trient, wo ein Durchschnitt von 1.388 betreuten Personen pro Arzt verzeichnet wird. Diese Daten setzen Südtirol auf den dritten Platz der nationalen Rangliste, hinter der Lombardei (1.533) und Venetien (1.526).<BR /><BR />Zu berücksichtigen ist, dass der nationale Kollektivvertrag die maximale Zahl von 1.500 betreuten Personen pro Arzt festlegt, mit der Möglichkeit, diese in besonderen Fällen zu erhöhen, beispielsweise auf bis zu 2.000 in der Provinz Bozen.<BR /><BR />Der Südtiroler Wert fügt sich dennoch in einen positiven Trend ein: Zwischen 2019 und 2024 ist die Zahl der Hausärzte in der Provinz um 2,4 Prozent gestiegen, während der nationale Durchschnitt einen Rückgang von 14,1 Prozent verzeichnet. Ein Rückgang von 1,5 Prozent im selben Zeitraum wird auch für das Trentino gemeldet.<BR /><BR />Gimbe stellt außerdem fest, dass in den beiden autonomen Provinzen im Jahr 2025 die Zahl der Teilnehmer am nationalen Auswahlverfahren für den spezifischen Weiterbildungskurs in Allgemeinmedizin niedriger war als die Zahl der verfügbaren Plätze: in Südtirol 18 Bewerber weniger (- 60 Prozent) im Vergleich zur Zahl der finanzierten Stipendien und im Trentino 15 Bewerber weniger (- 38 Prozent) (italienweiter Durchschnitt: + 26 Prozent).<BR /><BR />Bis 2028 werden, so die Stiftung Gimbe abschließend, in Trentino-Südtirol 76 Allgemeinmediziner (Daten nur auf regionaler Ebene verfügbar) das Rentenalter von 70 Jahren erreichen.