„Bei uns fanden die Kunden so gut wie alles – von Lebensmitteln, Haushaltsartikeln und Elektrogeräten bis hin zu Schreibwaren und Blumen. Auch das Tagblatt ‚Dolomiten' gab es – druckfrisch – zu kaufen“, sagt Inhaber Klaus Pircher. Die Zeitung wird es in Tiers aber weiterhin geben – im kleinen Geschäft daneben. <BR /><BR />Nicht ohne Wehmut sieht Klaus Pircher dem letzten Tag in seinem Geschäft entgegen. Er war gerade einmal 19 Jahre alt, als er am 27. März 1977 mit seinem Vater das Geschäft eröffnete. „Seit 1982 arbeitet auch meine Frau im Laden mit“, sagt Pircher. Die Familie beschäftigte auch mehrere Mitarbeiterinnen – um die 20 in den besten Zeiten. „Damals hatten wir auch eine Filiale in Völs“, erzählt der Kaufmann. Gut zehn Jahre liegt das zurück. Zuletzt waren drei Mitarbeiterinnen im „Market Pircher“ beschäftigt. <BR /><BR />Vor drei Jahren wurde das Geschäft großzügig umgebaut: 220 Quadratmeter groß ist der Supermarkt, 280 die Sportartikelabteilung. Diese führt Tochter Jessica weiter, für den Supermarkt sucht die Familie einen Pächter. <BR /><BR />Die Tierser bedauern, dass das Geschäft schließt, hat es doch die Nahversorgung mit einem breiten Sortiment über Jahrzehnte hinweg gewährleistet. Jetzt wird das Geschäft geräumt; der Ausverkauf läuft. Viel ist nicht mehr in den Regalen, die Klaus Pircher 49 Jahre lang täglich mit großer Sorgfalt und Freude zum Beruf kontrolliert und aufgefüllt hat. <BR /><BR />Sein Arbeitstag begann um 6 Uhr. „Da habe ich die Waren eingeräumt, die täglich ab 5 Uhr geliefert wurden – Brot, Obst und Gemüse, Zeitungen“, sagt Pircher. Dies sei jetzt vorbei. Fast, denn frisches Brot, Milch und die Zeitung werde es auch noch morgen, am letzten Öffnungstag, geben.