Mittwoch, 03. Januar 2018

Indien: Mutmaßlich 6-facher Missbrauch an Minderjährigen

Ein 59-Jähriger aus Berlin, der bereits in Thailand wegen Kindesmissbrauchs zu 43 Jahren Haft verurteilt worden ist, soll in Indien sechs Jungen missbraucht haben.

Der Täter gab zu, bereits im Besitz von Kinderpornografie gewesen zu sein.
Der Täter gab zu, bereits im Besitz von Kinderpornografie gewesen zu sein. - Foto: © shutterstock

Acht Monate nach seiner Verhaftung hat der Mann vor dem Landgericht der Hauptstadt eine Aussage zu den Missbrauchsvorwürfen angekündigt. Den Besitz von Kinderpornografie gab der 59-Jährige zu Prozessbeginn am Mittwoch zu. Er habe die Bilder aus dem Internet heruntergeladen, „damit aber nichts gemacht, das gegen das Gesetz verstößt“, erklärte der Angeklagte.

Insgesamt acht sexuelle Übergriffe

Dem Ingenieur werden acht sexuelle Übergriffe auf Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren zur Last gelegt. Bei einem längeren Aufenthalt in Indien in den Jahren 2015 und 2016 sei es zu den Taten gekommen. Der 59-Jährige habe sich „mit einer Vielzahl von männlichen Kindern und Jugendlichen umgeben, die teilweise bei ihm wohnten, für ihn arbeiteten, an welchen er aber auch sexuelle Handlungen vornahm und diese filmte“, heißt es in der Anklage.

Der Staatsanwalt sagte am Rande des Prozesses, der Angeklagte habe sich die Armut der Jungen zunutze gemacht. Der Mann sei 1996 in Thailand zu 43 Jahren Haft verurteilt worden, aber nach vier Jahren dank einer Amnestie auf freien Fuß gekommen. Im jetzigen Prozess müsse auch geprüft werden, ob gegen den Mann im Falle eines Schuldspruchs auch Sicherungsverwahrung zu verhängen sei, um die Allgemeinheit zu schützen.

dpa

stol