Donnerstag, 12. Juli 2018

Indonesien: Vulkan Anak Krakatau höchst aktiv

Auf der indonesischen Vulkaninsel Anak Krakatau brodelt die Erde seit einigen Tagen wieder ziemlich heftig. Innerhalb von 24 Stunden stieß der gleichnamige Vulkan im Meer zwischen Java und Sumatra nicht weniger als 56 Mal Asche in die Luft, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag mitteilte.

Der Berg wächst pro Jahr um rund zehn Zentimeter. Inzwischen ist er 305 Meter hoch.
Der Berg wächst pro Jahr um rund zehn Zentimeter. Inzwischen ist er 305 Meter hoch. - Foto: © shutterstock

Die Insel Anak Krakatau (übersetzt: Kind von Krakatau) war nach der katastrophalen Eruption des Vulkans Krakatau im August 1883 entstanden. Der Ausbruch war damals so heftig, dass die bis dahin bestehende Insel im Meer versank.

Mehr als 35.000 Menschen kamen ums Leben, viele davon durch Tsunamis. Nach und erhob sich dann an der gleichen Stelle ein neuer, höchst aktiver Vulkan aus dem Meer.

Reisebüros bieten Touren auf Insel an

Der Berg wächst pro Jahr um rund 10 Zentimeter. Inzwischen ist er 305 Meter hoch. Reisebüros bieten auch Touren auf die Insel an – für Mutige mit Übernachtung im Zelt.

Indonesien liegt am „Feuerring“ um den Pazifischen Ozean. Dort entladen sich Spannungen in den Erdplatten oft durch Erdbeben oder Vulkanausbrüche.

Die Legende der Entstehung des Anak Krakatau

Der Mythologie zufolge entstand Krakatau, weil ein König namens Rakata einst seine Söhne auseinanderbringen wollte: Sumatra und Java waren noch eins, und Rakatas Söhne befehligten rivalisierende Königreiche. Rakata nahm einen Lehmkrug und schüttete Wasser entlang der Grenze.

So entstand angeblich die teils nur 30 Kilometer breite Meeresstraße zwischen Sumatra und Java. Den Krug ließ Rakata nach der Legende zurück – daraus wurde der Vulkan.

apa/dpa

stol