Donnerstag, 03. Dezember 2020

„Inklusion und Rechte kennen weder Barrieren noch Pausen“

Die Corona-Pandemie trifft Menschen mit Behinderungen hart. „Gemeinsam durch die Krise – Inklusion leben, Rechte garantieren“ ist eine Aktion zum 3. Dezember – Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen, die vom DSG initiiert wurde.

Die Kampagne „Gemeinsam durch die Krise – Inklusion leben, Rechte garantieren“ soll sensibilisieren.
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Die Kampagne „Gemeinsam durch die Krise – Inklusion leben, Rechte garantieren“ soll sensibilisieren. - Foto: © DSG
Menschen mit Behinderungen sind weithin unsichtbare Leidtragende der Corona-Pandemie. Die Folgen von Covid-19 treffen sie und ihre Familien ganz besonders hart. Eine mühsam aufgebaute Normalität gerät ins Wanken - Isolation statt Inklusion, zum Schutz aller.

Viele Hilfen, die im Alltag die Angehörigen entlasten, fallen weg. Eltern müssen die Betreuung zu Hause irgendwie alleine schaffen. Wichtige Therapien sind ausgesetzt. Und zudem zählen nicht wenige Menschen mit Behinderungen zur Risikogruppe für schwere Verläufe von Covid-19. Auch wenn durchaus einiges getan worden ist, berichten die Betroffenen selbst, ihre Familien und Fachpersonal von einer belastenden Betreuungssituation, von vielen Schwierigkeiten im Alltag – zwischen Sorge um die Gesundheit, Isolation und Improvisation.

Unter dem Motto „Gemeinsam durch die Krise – Inklusion leben, Rechte garantieren“ wurde nun, anlässlich des 3. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, eine Plakatkampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit ausgearbeitet. Die Plakate sollen auf diese Situation aufmerksam machen.

An der Aktion mitgearbeitet haben die Selbstvertretungsgruppe People First, die Lebenshilfe, der Dachverband für Soziales und Gesundheit, der AEB - Arbeitskreis Eltern Behinderter, die Sozialgenossenschaft independent L., der Südtiroler Monitoring-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Deutsche Bildungsdirektion und das Amt für Menschen mit Behinderungen. Für die Fotos, Spots und Plakate zeichnet der Fotograf und Filmemacher Harald Kienzl verantwortlich.

Die Aktion appelliert an die Politik und an die öffentliche Verwaltung, aber auch an die Gesellschaft als ganze, das ursprüngliche soziale Anliegen nicht nur nicht aus den Augen zu verlieren, sondern gerade in Zeiten der Krise umso stärker an dessen Umsetzung zu arbeiten: Die Verwirklichung von Inklusion und die Durchsetzung von Menschenrechten kennen weder Barrieren noch Pausen.

stol

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